Fördergelder erhalten

Förderungen für Dachausbau und Dachsanierung

Ob ein Dachausbau für mehr Wohnraum, eine wirksame Dämmung für Heizkostenersparnis oder eine Solaranlage: Jede bauliche Verbesserung am Dachgeschoss verlangt natürlich eine Investition. Die aber muss man als Hausbesitzer nicht im Alleingang schultern – die finanzielle Belastung lässt sich beträchtlich senken, wenn für die Finanzierung des Dachausbaus die diversen, durchaus attraktiven Förderprogramme ausgeschöpft werden. So müssen weniger Eigenmittel eingesetzt werden, und auch die Zinssumme lässt sich deutlich reduzieren. Sich gründlich zu informieren schont also das Budget und macht den Dachausbau wirtschaftlich entspannter.

KfW-Förderungen – bei Bauherren besonders gefragt

Am häufigsten werden für Dachsanierungen Fördermaßnahmen der KfW-Bank in Anspruch genommen. Sie ist zwar formal eine selbständige Institution – nach Bilanzsumme übrigens die drittgrößte Bank in Deutschland –, übernimmt aber als öffentlich-rechtliche Einrichtung die Vergabe und Abwicklung staatlicher Förderprogramme.

Welche Förderungen bietet die KfW für den Dachausbau und die Dachsanierung?

Unter den zahlreichen Fördermaßnahmen, die von der KfW aufgelegt werden, eignen sich zwei besonders gut für die Finanzierung eines Dachausbaus. Sie unterscheiden sich im Grundtyp. Die Förderprogramme 151/152 sind Kreditlösungen, Programm 430 hingegen stellt einen Zuschuss bereit. Für beide Varianten gilt: Die entsprechenden Vorgaben sind notwendigerweise einzuhalten, so zum Beispiel die Antragsfristen und die Einbeziehung eines zertifizierten Energieberaters.

KfW-Programm 151/152: Günstig finanzieren per Darlehen

Die KfW-Programme 151/152 bieten zinsgünstige Kredite; der effektive Jahreszins liegt aktuell bei 0,75%. Werden mit der Sanierungsmaßnahme die Standards eines KfW-Effizienzhauses erreicht, können bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit als Darlehen vergeben werden. Einzelmaßnahmen bzw. Maßnahmenpakete zur Verbesserung der Energieeffizienz unterstützt die KfW mit Baukrediten bis zu 50.000 Euro. Zusätzlich sind bis zu 27.500 Euro an Tilgungszuschuss möglich.

KfW-Programm 430: Der Zuschuss für die Dachsanierung

Dieses KfW-Produkt sieht für die Sanierung von Wohnraum unterm Dach bis zu 30.000 Euro als Investitionszuschuss vor. Interessant ist dieses Angebot auch dann, wenn eine bereits energetisch sanierte Immobilie gekauft werden soll.

Ebenfalls unterstützt wird die Baubegleitung durch einen Energieberater. Dieser Zuschuss speist sich aus dem Programm 431 und umfasst bis zu 50% der entsprechenden Kosten bei einem Maximalbetrag von 4.000 Euro.

Wie bekommt man KfW-Förderungen?

Finanzielle Unterstützung durch die KfW-Bank erfordert das richtige Vorgehen: Sie hat keine Filialen und leistet auch keine unmittelbare Kundenbetreuung. Kredite für eine Sanierungsmaßnahme werden also nicht direkt bei der KfW, sondern über eine ortsansässige Bank beantragt. In der Regel ist dieser lokale Ansprechpartner die Hausbank des Bauherrn. Anträge auf Zuschüsse können jedoch direkt an die KfW gerichtet werden.

BAFA-Förderungen

Eine weitere Quelle für Fördermittel ist das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Hier erhält man vor allem Kredite und Zuschüsse für die Sanierung von Heizsystemen und ihren Komponenten – diese energetische Optimierung wird häufig zusammen mit einer Dachsanierung in Angriff genommen. Fördermittelanfragen an das BAFA werden direkt eingereicht.

Regionale Förderungen

Auch Länder und Kommunen haben Hunderte von Förderprogrammen aufgelegt. Viele davon können als Zuschüsse zusätzlich zu einem KfW-Zuschuss in Anspruch genommen werden, kommen also „on top“. Da Umfang, Modalitäten und Bekanntheit extrem unterschiedlich ausfallen, lohnt sich eine gründliche Recherche oder die Beiziehung eines Energieberaters.
Unabhängig von Maßnahme und Kredithöhe sollten Bauherren den Antrag für eine Förderung zum richtigen Zeitpunkt einreichen Der Antrag muss bereits vor Beginn der Bauarbeiten gestellt und bewilligt werden. Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht möglich.

Unternehmens-Förderungen

Neben den institutionellen Förderangeboten können Modernisierer von weiteren Vorteilen profitieren. So bieten Unternehmen der Dachbranche in regelmäßigen Abständen Fördermöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen an. Für die Sanierung von Asbestdächern hat beispielsweise Rathscheck ein spezielles Förderprogramm aufgelegt.

Finanzspritze für den Dachgeschoss-Ausbau

Der Ausbau des Dachgeschosses schafft auf unkomplizierte Weise zusätzlichen Wohnraum. Essentielle Schritte dabei sind unter anderem eine hochwertige Dämmung und der Einbau von Dachfenstern oder Gauben. Auf diese Vorhaben können sogar KfW-Programme angewendet werden, die nicht explizit auf den Dachgeschossausbau ausgelegt sind – zum Beispiel der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen, sofern es sich um die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes handelt. Allerdings – förderfähig sind immer nur Baumaßnahmen, die der energetischen Optimierung dienen, nicht der Dachausbau als solcher.

Lohnt sich immer: Wärmedämmung des Dachs

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert ein hohes Maß an Wärmedämmung, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern. Damit steht früher oder später wohl jeder Eigentümer vor einer Modernisierung des Hausdachs. Eine nachträgliche Wärmedämmung kann als Aufsparren-, Zwischensparren- oder Untersparrendämmung realisiert werden. Zudem empfiehlt sich das Erneuern von Dachfenstern. Moderne Dachfenster erfüllen die strengen Ansprüche der EnEV durch besonders hohe Wärmedämmeigenschaften. Die KfW-Bankengruppe unterstützt diese Dämmvorhaben mit zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen, die auch gezielt Einzelmaßnahmen fördern.

Solarenergie-Programme von BAFA und KfW

Regenerative Energiequellen werden auf und in vielen Häusern genutzt. Besonders beliebt sind Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen. Deren Anschaffung kann von der KfW und dem BAFA finanziell unterstützt werden. So fördert beispielsweise das BAFA Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder Kälteerzeugung. Auch die KfW bietet Programme rund um die Sonnenenergie an.

Bildquelle: Rathscheck Schiefer

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