Handlungsbedarf für Hausbesitzer:

Wann muss das Dach neu gedeckt werden?

1. Reparatur des Daches lohnt sich nicht

Die Dacheindeckung zählt zu den langlebigsten Elementen eines Gebäudes und leistet problemlos über viele Jahrzehnte ihre Dienste. Dennoch kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem ein Austausch des Deckmaterials wirtschaftlich Sinn macht. Wenn

  • Ziegel oder Dachsteine zunehmend marode werden
  • umfangreiche Reparaturen erforderlich sind und
  • sich diese auch noch häufen,

dann ist eine Neudeckung mit Sicherheit die bessere Alternative zur permanenten Ausbesserung und sich summierenden Handwerkerkosten.

dach.de bietet in Kooperation mit MeinDach einen individuellen Bauherren-Service an, der Sie von der Anfrage bis zum Projektabschluss persönlich betreut und den für Ihr Dachprojekt passenden Dachdecker und/oder Zimmerer findet. Jetzt hier unverbindlich anfragen.

2. Das Haus wird modernisiert

Frisch gestrichene Fassade, neue Fenster, eine gute Dämmung – und weiterhin ein altes Dach? Hier spart man an der falschen Stelle. Wird das Gebäude auf modernen Stand gebracht, sollte auch die Deckung funktional und optisch den Anforderungen entsprechen. Auch dann, wenn die Deckmaterialien noch nicht ihr endgültiges Limit an Lebensdauer erreicht haben, rechnet sich diese Maßnahme allein schon wegen der Wertsteigerung: Ein neues Dach ist keine Frage der Gebäude-Kosmetik, sondern des Gesamtzustands.

Wie sich eine Sanierung der Deckung wirtschaftlich am besten stemmen lässt und was sie kostet, können Hausbesitzer in einem kostenlosen E-Book von Rathscheck nachlesen.

Was in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig ist: Der Gesetzgeber schreibt bei Baumaßnahmen am Dach, die mehr als nur geringfügigen Charakter haben, den Einbau einer modernen Dämmung sogar vor. Grundlage dafür ist die EnEV (Energieeinsparverordnung).

Alles zum Thema Dachsanierung und EnEV übersichtlich und kompakt in unserem Special.

3. Die Deckung des Daches ist schadhaft

Sobald durch eine undichte alte Deckung Nässe ins Gebäude eindringt, ist rasches Handeln und eine zügige Erneuerung geboten – vor allem dann, wenn sich an mehreren Stellen Regen- und Tauwasser den Weg in den aus Holz gefertigten Dachstuhl oder ins Mauerwerk bahnt. Denn einmal aufgetretene Feuchteschäden an der Bausubstanz können teure Konsequenzen nach sich ziehen. Ausnahme: Bei punktuellen Schäden durch Sturmeinwirkung muss natürlich nicht gleich das ganze Dach neu gedeckt werden; hier genügt ein Austausch der defekten Eindeckungselemente.

Wie lange hält eine neue Deckung?

Die Investition in einer neue, zu 100 % funktionsfähige Deckung macht sich über viele Jahrzehnte bezahlt. Nach Expertenmeinung und allgemeiner Erfahrung hält ein fachmännisch gedecktes Dach ohne Weiteres 50 Jahre – und oft mehr.

Ist eine Dachbeschichtung eine Alternative zur Neudeckung?

Der Auftrag einer neuen Versiegelung auf alten Ziegeln oder Dachsteinen mag zwar die Optik, wird nicht aber den Zustand der Deckung verbessern. Obendrein ist eine Dachbeschichtung nicht gerade günstig – sie kostet etwa 50 % dessen, was für eine vollständige Neudeckung zu veranschlagen ist.

Mehr Informationen: Themenseite Dachbeschichtung

Bildquelle: Braas

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