Dachziegel

Der richtige Ziegel fürs Dach

Wer sein Dach mit Ziegeln deckt, wählt ein langlebiges, durch und durch natürliches Produkt, das sein Geld wert ist – und darf sich ruhig etwas Zeit nehmen. Denn das Angebot umfasst hunderte Ziegelmodelle in zahlreichen Farbnuancen und Oberflächengestaltungen.

  • Wie finde ich den passenden Ziegel?

Maßgebend bei der Entscheidung für das richtige Ziegelmodell sind

  • die Dachform,
  • regionale Bauvorschriften hinsichtlich Ziegeltyp und -farbe und
  • die Mindestdachneigung.

Sie ist das wichtigste Kriterium, um dem Gebäude bei Wind und Wetter nachhaltig Schutz zu bieten, insbesondere vor Niederschlag.

Beliebte Ziegelmodelle im Überblick:

Ein Blick auf die Herstellerdaten hilft bei der Auswahl: Für jedes Ziegelmodell ist die sogenannte Regeldachneigung festgelegt. Das ist die Gradangabe für die Mindest-Dachneigung, bis zu der mit dem betreffenden Ziegeltyp regensicher eingedeckt werden kann. Bei Unterschreitungen sind Zusatzmaßnahmen erforderlich, um einen wirksamen Feuchteschutz sicherzustellen.

Was kosten Dachziegel?

Dachziegel renommierter Qualitätshersteller wie Braas gibt es bereits ab ca. 0,40 Euro pro Stück für ein Basismodell. Vom beliebten Braas Opal Dachziegel beispielsweise werden zwischen 33 und 38 Stück je Quadratmeter Dachfläche verlegt. Der Preis variiert natürlich je nach gewähltem Typ, Größe und Stil des gewählten Ziegels. Bei einer Neueindeckung kommen zu den reinen Materialkosten noch der Transport, die Entfernung der Altdeckung sowie die Arbeitskosten des Dachdeckers für die Verlegung hinzu.

Für die Gesamtkosten einer Ziegel-Neudeckung hier ein Beispiel anhand von Durchschnittswerten. Als Bezugsgröße ist ein Einfamilien- bzw. Reihenhaus mit 2 x 60 qm Schrägdachfläche bei Verwendung eines mittelpreisigen Ziegels zugrundegelegt.

  • Kosten für Ziegel 1.800 bis 2.500 Euro
  • Kosten für Dachdecker 2.000 bis 3.000 Euro

Populäre Ziegelmodelle im Überblick:

Hohlfalzziegel

Ein Hohlfalzziegel wie z. B. der Braas Achat verkörpert Tradition nicht nur durch seine Form, sondern auch durch seine regionale Herkunft: Er wurde aus der Hohlpfanne entwickelt, einer traditionellen Dachziegelform, die für Norddeutschland typisch ist. Im Gegensatz zum Biberschwanz besitzt der Achat Kopf- und Seitenfalze, die in verdecktem Zustand ineinandergreifen. Diese Technik bietet zuverlässigen Schutz vor Niederschlägen, denn die einzelnen Dachpfannen ergänzen sich zu einem Verfalzungssystem. Der Regen wird so sicher von einem Dachziegel zum nächsten abgeleitet.



Biberschwanzziegel

Der Biberschwanz ist die älteste Dachziegelform und wird oft für die Dachsanierung von Altbauten genutzt. Er stammt aus der Zeit der ersten harten Bedachungsstoffe um 1.000 v. Chr. und verdankt seinen Namen der charakteristischen, als Rundbogen geformten unteren Kante.

Heute wird der Biberschwanz gerne für die Sanierung von Altbauten eingesetzt. Doch auch auf Neubauten macht er eine sehr harmonische Figur. Biberschwanz Dachziegel haben keinen Falz und kommen daher auf überwiegend steileren Dächern ab 30 Grad zum Einsatz. Aber auch flachere Dachneigungen sind mit den entsprechenden Zusatzmaßnahmen möglich.

Mönch und Nonne

Vor allem im Mittelmeerraum, aber auch in Süddeutschland findet man diese, insbesondere für Kirchen und Klöster typische, Deckungsart. Als ineinandergreifende, halbierte Hohlzylinder gehören Mönch und Nonne der Gruppe der Hohlziegel an. Dieses Ziegelmodell hat seinen Ursprung bereits in der Antike. Es eignet sich für Dächer mit einer Mindestneigung ab 40 Grad.

Doppelmuldenfalzziegel

Der Doppelmuldenfalzziegel ist schon über hundert Jahre im Süden Deutschlands beheimatet. Seine Verfalzung ermöglichte es, diesen Ziegel auch in Landstrichen zu etablieren, in denen traditionell flachere Dachneigungen vorzufinden sind. Seine charakteristische Form wurde bereits 1881 im deutschen Reich patentiert. Die innovative Herstellungsweise schrieb damals Geschichte: Er war der erste Pressdachziegel. Heute ist er häufig auf den Dächern historischer Bauten zu Hause.

Flachdachziegel

Der Flachdachziegel ist für minimal geneigte Dächer – etwa ab 10 Grad – geeignet, aber entgegen seiner Bezeichnung nicht für völlig flach. Er ist so geformt, dass Wasser trotz der geringen Dachneigung zügig von einem Ziegel zum anderen Richtung Traufe abläuft.

Dachziegel, Dachstein und Dachpfanne – was ist der Unterschied?

Kleiner Ausflug in die Eindeckungs-Terminologie: In der Umgangssprache bezeichnet man gerne alles, was rötlich ist und auf dem Dach liegt, pauschal als Ziegel. Das trifft den Kern der Sache bzw. des Materials allerdings nicht immer. Ein Ziegel wird aus gebranntem Ton hergestellt, ist also ein reines Naturprodukt. Im Gegensatz dazu besteht der Dachstein aus Beton. Er wird nicht gebrannt, sondern getrocknet. Die Dachpfanne wiederum bezeichnet bestimmte Formen von Dachsteinen, so zum Beispiel die berühmte „Frankfurter Pfanne“.

Mehr Informationen: Themenseite Dachziegel und Dachsteine

Farbige Ziegel – sind die erlaubt?

Waren in früheren Jahrzehnten Rottöne die einzigen verfügbaren Ziegelfarben, so steht heute aufgrund neuer Produktionsverfahren eine umfangreiche Palette an Farben zur Verfügung – Grün, Blau, gelblich und Schwarz in allen Schattierungen. Allerdings: Nicht überall ist jeder Ziegel erlaubt. Viele Kommunen geben aus Gründen der optischen Einheitlichkeit vor, in welcher Farbe Dächer gedeckt werden dürfen. Entsprechendes gilt für glasierte Ziegel.

Mehr Informationen: Bauherren-Infoseite Farbige Ziegel

Bildquelle: Braas

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