Dämmarten

Wie funktioniert eine Einblasdämmung?

Wer sein Haus schnell, effizient und ohne großen Aufwand dämmen will, ist mit einer Einblasdämmung bestens beraten. Sie kann ohne Eingriffe in die Bausubstanz oder aufwändige Montagearbeiten eingesetzt werden – was sie natürlich auch besonders kostengünstig macht. Die Anforderungen der EnEV lassen sich mit dieser Dämmtechnik problemlos erreichen.

Leicht und schnell: Mit Druck zur effizienten Dämmung

Bei der Einblasdämmung werden granulierte Dämmstoffe über einen Schlauch in vorhandene Hohlräume gedrückt. Dazu setzt man spezielle Hochleistungsgebläse ein, deren Kapazität ausreicht, um selbst die letzten Winkel lückenlos mit dem Dämmmaterial auszufüllen und es so soweit verdichten, dass es von allein an Ort und Stelle hält und nicht abrieseln kann. Der vorher leere Hohlraum wird so zu einer „Dämmbox“ umgewandelt. Da die eingeblasenen Dämmstoffe einen noch höheren Durchgangswiderstand bieten als solche in Mattenform, erreicht diese Dämmmethode einen exzellenten Wirkungsgrad. Die einzig erforderliche Baumaßnahme an der Haussubstanz besteht darin, ein oder mehrere Zugangslöcher im Schlauchdurchmesser zu öffnen, die sich nach den Arbeiten leicht wieder schließen lassen.

Auch ohne Hohlraum möglich: Dämmsäcke und Aufschüttung

Für Zwischensparrendämmungen an älteren, innen offenen Dachstühlen ist außerdem die Einblasdämmung im Dämmsack-System eine interessante Lösung. Dabei bläst man das Material nicht in einen Hohlraum, sondern in spezielle PE-Säcke, die dann im Raum zwischen den Dachsparren fixiert werden. Ebenfalls gängig ist die Einblasdämmung auf der obersten Geschossdecke. Hier wird kein Hohlraum, sondern lediglich ein Schüttungsrahmen im Dachboden benötigt.

Die Vorteile einer Einblasdämmung im Überblick:

  • Schnelle Durchführung spart Aufwand und Kosten
  • Hohe Effizienz auf EnEV-Standards
  • Wirkungsvoller Schall- und Brandschutz

Das richtige Material wählen

Für eine Einblasdämmung kommen unterschiedliche Materialien in Frage: Beispielsweise mineralische (Glas- und Steinwolle), organische (Zellulose) und synthetische (Polystyrol). Meist werden sie in Form von Granulat produziert, manche auch als Fasern. Entscheidend sind die Eigenschaften – nicht jede Variante eignet sich für jedes Dämmvorhaben gleichermaßen.

Wichtige Kriterien sind eine geringe Wärmeleitfähigkeit, die Beständigkeit gegen Feuchte und eine Materialbeschaffenheit, die eine saubere und vollständige Füllung des Dämmraums unterstützt. Auch das Gewicht spielt eine Rolle – ist das Material schwer und wird in großen Mengen verarbeitet, kann das die Statik des Hauses beeinflussen.

Bildquelle: ISOVER

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