Photovoltaik am Dach

Ertrag von Photovoltaik-Anlagen im Winter

Eine Photovoltaikanlage am Dach produziert kostenlosen und umweltfreundlichen Sonnenstrom – allerdings nicht immer gleichmäßig. Das Wetter und die Jahreszeit spielen für den Ertrag durchaus eine Rolle: Im Winter fällt die in den Modulen gewonnene Strommenge deutlich geringer aus als in den Sommermonaten.

Diese Differenz können Hausbesitzer aber als natürliche Schwankungen problemlos in Kauf nehmen. Übers Jahr gerechnet, kann eine PV-Anlage den Strombedarf eines Mehrpersonenhaushalts je nach Größe zu einem erheblichen Teil abdecken und die Kosten für externen Strombezug deutlich verringern. Zusätzlich gibt es für nicht selbst benötigten Strom nach wie vor Einspeisevergütungen bei Abgabe ins öffentliche Stromnetz. Für private Stromproduzenten besonders interessant sind die neuen Solarstromspeicher – sie erlauben es, erzeugten PV-Strom an Ort und Stelle bis zum tatsächlichen Bedarf vorzuhalten.

Mehr Informationen: Themenseite Photovoltaik

75 Prozent im Sommer, 25 Prozent im Winter

Der saisonale Unterschied beim Photovoltaik-Ertrag ist beträchtlich: Photovoltaik-Anlagen erzeugen im Sommerhalbjahr (April bis September) etwa 75 Prozent des jährlichen Stromertrags, im Winterhalbjahr (Oktober bis März) die übrigen 25 Prozent. Ursächlich für diese Sommer-Winter-Schere sind vor allem:

  • Die kürzere Spanne zwischen Sonnenauf- und Untergang – dadurch reduziert sich die Gesamtmenge auftreffender Sonnenstrahlen.
  • Der flachere Einstrahlungswinkel – dadurch steht weniger verwertbare Sonnenergie zur Verfügung. Je steiler der Winkel, desto höher die Einstrahlungsintensität und desto mehr Energie kann gewonnen werden.
  • Bewölkung streut das Sonnenlicht oder sorgt gleich für eine Barriere. An trüben und kurzen Tagen erreicht eine PV-Anlage deshalb 0,5 % ihrer Nennleistung, wohingegen sie an einem strahlenden Sommertag auf das 7fache kommt.
  • Ggf. eine Abdeckung der Solarpanels durch Schnee und Eis, wodurch die gewonnene Energiemenge temporär weiter reduziert wird.

Photovoltaik-Erträge im Jahresverlauf

Eine durchschnittliche Anlage in Deutschland mit ca. 30 Quadratmetern Modulfläche, Südausrichtung, Neigungswinkel 10 bis 30 Grad und einer Spitzenleistung von 5 kPh (Kilowatt-Peak) hat ihren stärksten Monat im Juni. Dann liefert sie ca. 140 kWh. Im Frühjahr und Herbst werden zwischen 60 und 90 kWh erreicht. Die geringste Stromernte fällt mit etwa 20 - 30 kWh im Dezember an.

Die Halbjahresbilanz stellt sich bei dieser Anlage in etwa so dar:

Gesamt-Solarertrag p. A.     4.500 kWh
Sommerhalbjahr      3.375 kWh
Winterhalbjahr      1.125 kWh

 

Geneigtes Dach gut für den Ertrag

Gerade auf einem Steildach laufen PV-Anlagen erfahrungsgemäß zu jahreszeit- und wetterabhängiger Hochform auf. Zum einem bieten die Schrägen optimale Möglichkeiten, bei der Montage den besten Neigungswinkel zu erreichen, ohne dass eine zusätzliche Aufständerung nötig wäre (die funktionell und optisch eher zweite Wahl ist). Zum anderen rutscht Schnee auf geneigten Dächern leichter und schneller von der Oberfläche der Solarinstallation ab, so dass die Anlage unbeeinträchtigt ihre Arbeit wieder aufnehmen kann.

Bildquelle: Daniel Schweinert, AdobeStock

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