Farbige Dächer

Behörden vs. Buntheit – besser vorher fragen

Deutschland ist nach wie vor eine überwiegend rot-braune Zone, was Dachdeckungen angeht. Die Präferenz für diese klassischen Eindeckungsfarben ist historisch gewachsen – früher gab es ganz einfach ein begrenztes Spektrum an Farboptionen. Dass die Traditionstöne heute ganze Regionen prägen, wird vielerorts als positiv im Sinne eines harmonischen Gesamtbilds betrachtet. Nicht etwa nur von Hausbesitzern, auch von Baubehörden – und die sitzen genehmigungsrechtlich an einem sehr langen Hebel.

Allerdings: Deutsche Dächer sind im Umbruch. Sie halten nicht mehr nur das Haus dicht, sondern tragen Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen, sind also private Kraftwerke mit entsprechend neuer Optik und allein schon hierdurch alles andere als einheitlich.

Farb-Änderungen zunehmend in Sicht

Nachvollziehbar also, dass sich immer mehr Hausbesitzer auch einen individuelleren Look für ihre Dachdeckung und außergewöhnliche Akzente für ihr Haus wünschen. Schließlich können mit modernen Verfahren Ziegel und Dachsteine in einer nahezu unbegrenzten Vielfalt produziert werden. Die Tönungspalette reicht von verschiedenen Rotnuancen über Grün, Blau, Braun und Granit bis zu Brillantschwarz.

Dass es hier immer öfter zu Kollisionen mit den übergreifenden öffentlich-rechtlichen Gestaltungswünschen kommt, ist programmiert. Gelöst wird dieser Spagat höchst unterschiedlich. Während manche Kommunen die Farbigkeit auf den Firsten bereits als belebende Auflockerung betrachten, bevorzugen andere noch eine konservative Genehmigungsstrategie. Eine bundeseinheitliche Regelung existiert, da Baurecht Ländersache ist, nicht. Generell gilt aber: Je dezenter, desto genehmigungsfreundlicher – es muss ja nicht unbedingt Giftgrün oder Postgelb sein. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Anfrage beim örtlichen Bauamt, am besten mit konkreter Angabe des Wunschtones und der Ausführung.

Mehr Informationen: Themenseite Farbige Dächer 

Besonderheit: Photovoltaik ist „farbenfreundlich“

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kann allerdings deren Farbe auch dann für die Eindeckung wählen, wenn die örtliche Bauvorschrift etwas anderes vorsieht – denn die Module stehen technisch bedingt nicht in Rot oder Rotbraun zur Verfügung. Die Argumentation des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist dabei recht praxisnah: Wenn Installationen zur Nutzung regenerativer Energie genehmigt werden, die es nur in Schwarz oder Blautönen gibt, ist es unangemessen, dass dieselbe Genehmigungsbehörde beim verbleibenden Teil des Daches auf einer roten Deckung besteht.

Pro und Contra Glasurglanz

Viele Bauämter sperren sich auch explizit gegen glasierte Dachziegel: Davon gehe eine zu starke Blendwirkung aus. Anderseits können Solaranlagen sowie Glaskonstruktionen teilweise wesentlich stärker blenden und werden doch ohne Auflagen genehmigt.

Nach Auffassung von Bauexperten ist die Lichtreflektionsfähigkeit glasierter Dachziegel sehr gering. Es müssten schon mehrere Faktoren ungünstig zusammentreffen – wie die spezifische Dachneigung und der aktuelle Einfallswinkel der Sonne –, um eine optische Belästigung zu verursachen.

Mehr Informationen: Experten-Interview Engobe und Glasur 

Bildquelle: Braas

Farbenfroh bis zum First – wie Dächer Persönlichkeit entwickeln

Auf deutschen Dächern herrscht ein eher traditioneller Look vor: Die meisten Eindeckungen präsentieren sich nach wie vor in klassischem Ziegelrot oder in Brauntönen. Dabei geht es inzwischen auch weitaus kreativer – mit farbigen Ziegeln oder Dachsteinen lässt sich ein Haus ebenso gut individualisieren wie mit rein architektonischen Effekten. [Weiterlesen]

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