Spindeltreppe

Spindeltreppen sind beliebt, da sie relativ einfach und raumsparend konstruiert sind und dennoch eine raumprägende Wirkung haben. Spindeltreppen lassen sich mit Treppenstufen aus hellen Hölzern wie Ahorn, Buche oder Esche gut in den Wohnbereich integrieren. Durch die mögliche Kombination mit einem Geländer aus Stahl oder Glas können zudem individuelle Design-Wünsche verwirklicht werden. Möglich sind naturbelassene Ausführungen, farbige Lasierungen oder deckende Lackierungen. Zudem hat der Bauherr die Wahl zwischen Stahl- oder Holzsprossen. Damit der vorhandene Platz optimal genutzt werden kann, sollte die Entscheidung für den Standort und den Treppen-Typ schon in der Planungsphase des Hauses fallen. Voll zur Geltung kommt die Spindeltreppe, wenn zwischen ihrem Ende und der Decke noch viel freier Raum ist. Im Idealfall führt sie über zwei Stockwerk, etwa in Wintergärten, oder auf eine Galerie. Die Abmessungen der Treppe sollte an dem zukünftigen Nutzen orientierte sein: Es gibt Spindeltreppen mit einem Treppendurchmesser bereits ab 140 Zentimeter. Die nutzbare Laufbreite einer solchen Treppe beträgt dann aber nur 50 Zentimeter: Zu wenig, wenn der Weg nach oben oft begangen wird. Solch eine Treppe ist eher geeignet für einen weiteren Zugang zu einem selten benutzten Raum oder zum Dachboden. Ist die Spindeltreppe als Haupttreppe vorgesehen, muss die Laufbreite mindestens 80 Zentimeter betragen. Der Treppendurchmesser ist hierbei 200 Zentimetern oder größer. Nicht weniger als 220 Zentimeter sollte der Durchmesser betragen, wenn auf der Treppe auch mal sperrige Gegenstände, etwa Schränke, mühelos transportieren werden sollen. Das entspricht einer Stufenbreite von 90 bis 100 Zentimetern. Als weitere technische Voraussetzung muss für jede Spindeltreppe ein bauaufsichtlicher Standsicherheitsnachweis vorliegen. Diese Zulassung sollte man sich grundsätzlich vom Hersteller oder Lieferanten schriftlich geben lassen.