Ratgeber Dachentwässerung

Optimale Ableitung des Regenwassers

Nur mit der richtigen Dachentwässerung erfüllt das Dach die schützende Funktion. Beim modernen Hausbau und bei Dachsanierungen gehört deshalb eine funktionierende Entwässerung zur Planung. Sie nimmt das Regenwasser der Dachflächen komplett auf und leitet es in Rohren vom Haus weg. Das Ergebnis: Die Hauswände bleiben trocken und das Regenwasser belastet nicht zusätzlich den Bereich um die Grundmauern herum. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Regenwassernutzung. Hier wird das Wasser nicht nur abgeleitet, sondern für verschiedene Zwecke aufgefangen und bleibt als Nutzwasser den Hausbesitzern verfügbar.
 
Dachentwässerung:
Um Verschmutzungen an der Fassade durch Spritz- und Tropfwasser, Durchfeuchtungen von Außen- und Kellerwänden, sowie die Gefahren von Niederschlägen und Eisbildung auf Wegen um das Gebäude zu verhindern, ist eine Dachentwässerungsanlage ein absolutes Muss. Die Dachentwässerung besteht aus Dachrinnen und Fallrohren, die das Wasser vom Dach und vom Haus wegleiten. Hierbei sind Vorschriften zum Anbringen der Entwässerung und unterschiedliche Materialien und Methoden zu beachten.

Regenwassernutzung:
Mit „intelligenten“ Dachentwässerungssystemen kann man Regenwasser sammeln, ohne dass die Tonne überläuft. Leitungswasser wird so im Garten überflüssig. Das schont den Geldbeutel und ist gut für die Umwelt.

Wie wichtig ist eine funktionierende Dachentwässerung?

Dachentwässerungssysteme haben die Aufgabe, das von den Dachflächen ablaufende Niederschlagswasser zu sammeln und kontrolliert abzuleiten. Auf diese Weise werden Durchfeuchtungen von Außen- oder Kellerwänden aufgrund von Staunässe vermieden. Wenn das ablaufende Wasser durch Regensammlersysteme außerdem in eine Tonne geleitet wird, kann man umweltfreundlich gießen, ohne auf wertvolles Trinkwasser zurückgreifen zu müssen.

So funktioniert die Dachentwässerung

Mittels halbrunder oder kastenförmiger Dachrinnen, die bevorzugt aus Zink oder Kunststoff bestehen, kombiniert mit einem Fallrohr, wird das Regenwasser vom Dach abgeleitet und findet seinen Weg in das öffentliche Entwässerungsnetz oder versickert. Besonders zu empfehlen ist eine Regenwassernutzungsanlage, die an das Fallrohr angeschlossen wird. So kann in einer eigenen Tonne das Wasser gesammelt und später beispielsweise zum Blumengießen verwendet werden. Besonders intelligente Systeme bereiten das Wasser sogar für die Toilettenspülung wieder auf und helfen effektiv Wasser zu sparen. Bei der Dachsanierung sollte daher ein Blick auf die vorhandene Dachentwässerung geworfen werden. Sind durch Moose, Algen oder andere Witterungseinflüsse Stellen stark verbraucht oder Teile der Rinne verstopft? Dann sollte schnellstens gehandelt werden. Übrigens schützen sogenannte „Laubfanggitter“ in der Dachrinne davor, dass Laub den Ablauf verstopfen kann und sichern vor allem im Herbst eine einwandfrei funktionierende Dachentwässerung.

Zink und Kunststoff: bewährte Baustoffe zur Dachentwässerung

Die Erfahrung zeigt: Bewährte Materialien für Regenrinnen und Fallrohre sind Kunststoff und Zink. Beide Materialien sind schlagzäh und wartungsfrei und nicht korrosionsanfällig. Je nach Geschmack und individueller Anforderung sollte die Wahl auf einen der beiden Stoffe fallen:

•    Zink
•    Kunststoff

Normen und Vorschriften zur Dachentwässerung

Dachrinnen besitzen halbrunde oder kastenförmige Querschnitte, um das Wasser komplett und vor allem schnell aufnehmen zu können. Die Regenfallrohre wiederum sind rund oder quadratisch geformt und geschlossen. Die DIN 18460, 18461 und 18469 definieren die Regenfallrohre und Dachrinnen in ihrer Begrifflichkeit, den Eigenschaften und den Maßen. Die Bemessung der Querschnitte muss der Dachdecker oder Bauherr vornehmen. Sie ist abhängig von der Regenmenge, die pro Sekunde von der Dachfläche aufgenommen werden muss. Diese Regenmenge bezeichnet man auch als Regenspende. Die Regenspende ist ein für jede Region festgelegter statischer Wert. Kann diese Menge innerhalb der Sekunde nicht von den Dachflächen abfließen, so muss ein größerer Querschnitt gewählt werden. Für den endgültig zu wählenden Durchschnitt ist zusätzlich der Abflussbeiwert nach DIN 1986 T2 mit zu berücksichtigen.

 

Bildquelle Hauptmotiv: Rheinzink


zum Videoportal