Ratgeber Dach

Vom Ausbau bis hin zur Sanierung

Das Dach ist die Krönung eines Hauses – nicht nur das Schutzschild, sondern auch ein charakteristisches Detail neben der Fassade. Ein Dach soll aber nicht nur Witterungsschutz, sondern auch Blickfang sein. Der Einfluss der Dachform macht sich besonders beim geneigten Dach bemerkbar. Der markanteste Punkt ist dabei die Formgebung, die neben dem Eindeckungsmaterial das Gesamtbild des Eigenheims prägt. Bei der Planung, Auswahl oder Sanierung spielen deshalb folgende Punkte eine wichtige Rolle:

Dachformen

Bei der Wahl der passenden Dachform sieht sich der Bauherr einer großen Auswahl gegenüber. Vom Satteldach, bis hin zum Pultdach, Zeltdach oder historischen Walmdach: die Variationen sind vielfältig. Die Auswahl ist groß, doch das Gute ist: egal für welche Dachform man sich entscheidet – bis auf gewölbte Dächer wie das Tonnen- oder Bogendach, die nur mit Metall oder Schiefer realisiert werden können – können alle Formen mit den gängigen Dachbaustoffen wie Dachziegel, Dachstein, Schiefer oder Zink eingedeckt werden. 

Allgemeines zum Dachbau

Damit das Dach perfekt mit dem Rest des Hauses harmoniert, sollte man bei der Planung einige wichtige Faktoren, z.B. Standort, Umgebung oder Baustil des Gebäudes, berücksichtigen. 

Dachkonstruktion

Das Dach kann in unterschiedlicher Konstruktionsweise ausgeführt werden. So muss eine Entscheidung zwischen Kalt- und Warmdach, der Dämmung, und der Dachform, zum Beispiel ob Walmdach oder Satteldach getroffen werden.

Dachausbau

Ist das Dachgeschoss noch ungenutzt oder fristet als dunkler Speicher beziehungsweise Abstellkammer ein trostloses Dasein, dann bietet sich ein Dachausbau an. Großzügige Dachfenster oder Gauben kombiniert mit einer optimalen Dämmung lassen im Dachgeschoss zusätzlichen, günstigen Wohnraum entstehen.

Dachsanierung

Selbst bei hochwertigen Dächern ist die Lebensdauer begrenzt. Je nach Eindeckungsmaterial ist es jedoch nach durchschnittlich 30 bis 50 Jahren an der Zeit, das Dach gründlich zu sanieren. Für Schieferdächer gelten andere Maßstäbe: das Naturprodukt kann eine Lebensdauer von 100 Jahren und mehr erreichen.  

Verantwortlich für den Sanierungsbedarf ist in erster Linie die exponierte Lage des Daches, das wie kein anderer Teil des Hauses Wind, Wasser und Hitze ausgesetzt ist. Die Spuren dieser Belastung sind gerade bei älteren Modellen sichtbar: Moose, Flechten und Algen bedecken hier oftmals das Dach.

Umwelt & Klima

Egal ob Schiefer, Zink, Betondachstein oder Dachziegel: Moderne Dachbaustoffe bieten den Bewohnern beständigen Schutz vor Wind und Wetter und fördern zudem ein wohngesundes Raumklima.  

Dacharchitektur

Die Dacharchitektur hierzulande bietet eine große Vielseitigkeit. Der Dachstuhl, das Skelett unterhalb der Eindeckung, bildet die Basis für die spätere Wirkung des Dachs. Steht diese Konstruktion einmal, kann das Dach äußerlich nur noch in Details verändert werden. 

Dachpflege

Nach langen und kalten Wintermonaten ist der Frühling die Zeit für die Dachpflege. Verunreinigungen wie Moose und Algen fügen der Dacheindeckung zwar keinen Schaden zu, sind aber unansehnlich. In den meisten Fällen können sie bereits mit einem Besen und geringer Kraftanstrengung beseitigt werden. Doch Vorsicht: selbst wenn sich dies in der Theorie leicht anhört, Arbeiten auf dem Dach sollte man in jedem Fall dem Profi überlassen, schon allein aus Sicherheitsgründen.

Nachhaltigkeit

Ein gedämmtes Dach senkt den Energieverbrauch und trägt so zur Nachhaltigkeit bei. Optimal – im Sinne der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz des gesamten Gebäudes – ist, zusätzlich auf die Kraft der Sonne zu setzen und auf dem eigenen Hausdach mittels einer Solaranlage Energie zu produzieren.