Dachziegel

Ziegel: Das robuste Naturprodukt fürs Dach

Ziegel stellen die bekannteste Eindeckung auf deutschen Dächern dar, und die beliebteste dazu. Sie sind langlebig, sind widerstandsfähig und halten in jeder Jahreszeit zuverlässig dicht. Aber das sind noch nicht alle Vorteile. Neben Funktionalität und hoher Qualität punkten Dachziegel auch in Sachen Optik und Design. Zahlreiche Farbtöne, matte bis hochglänzende Oberflächen und Modelle von klassisch bis modern verleihen dem Dach mehr Individualität und eine attraktive Optik.

Funktionierende Tradition fürs Dach

Hinter jedem modernen Ziegel, der heute verkauft wird, stehen Jahrhunderte der kontinuierlichen Entwicklung. Auch was den Preis angeht: Vor der industriellen Revolution waren die in Handarbeit gefertigten Ziegel so teuer, dass sie nur Wohlhabenden vorbehalten blieben. Während Kirchen und Schlösser sich das leisten konnten, kamen für private Haushalte und Häuser des Mittelstandes nur Dacheindeckungen aus Holzschindeln oder Stroh infrage. Erst mit der Erfindung der Dampfmaschine wurden Dachziegel aus Ton in größeren Mengen hergestellt und für alle verfügbar.

So entsteht ein Ziegel

Das „Rezept“ für Ziegel ist über die Zeiten nahezu unverändert geblieben, auch wenn sich die Produktionstechnik und -geschwindigkeit verändert haben. Die Rohlinge stellt man aus einer Mischung aus Lehm und Ton her. Sie werden anschließend bei sehr hohen Temperaturen gebrannt. Die typische Farbe resultiert aus der natürlichen Zusammensetzung des Tons; naturrote Ziegel erhalten ihre Farbe beispielsweise durch das enthaltene Eisenoxid.

Engobe und Glasur – was ist das?

Ziegel lassen sich auf unterschiedliche Weise veredeln. Die Hersteller bieten beispielsweise „engobierte“ und „glasierte“ Ziegel an – beides Methoden zur farbigen Oberflächengestaltung. Um dem Ziegel eine Engobe zu verleihen, taucht man den Rohling vor dem Brennvorgang in eine Schlamm-Mixtur aus andersfarbigem Ton und Wasser. Je nach gewünschten Farbergebnis kommen dazu noch Pigmente oder Metalloxide. Im Brennofen verbacken die Schichten dann zu einer festen Verbindung. Ergebnis: Ein Ziegel im nicht-naturgemäßen Farbkleid. Eine Glasur entsteht ähnlich, nur kommt hier in die Ummantelungsmasse noch gemahlenes Glas – der Ziegel erhält so eine glänzende Oberfläche und eine zusätzliche schützende Schicht.

Dachziegel – die gängigsten Formen

Biberschwanz

Die älteste Dachziegelform ist der so genannte Biberschwanz. Er stammt aus der Zeit der ersten harten Bedachungsstoffe um 1.000 v. Chr. und verdankt seinen Namen der charakteristischen, als Rundbogen geformten unteren Kante. Biberschwanz-Dachziegel haben keinen Falz und kommen daher auf überwiegend steileren Dächern ab 30 Grad zum Einsatz. Ein eingedecktes Dach mit diesen Ziegeln ähnelt der Fischschuppen-Optik.

Hohlpfannen

Hohlpfannen stammen aus der norddeutschen und niederländischen Bautradition. Es handelt sich um einen Dachziegel mit einer Mulde, wobei unterschiedliche Modelle zu finden sind. Die holländische Pfanne ist beispielsweise eine Hohlpfanne mit Falz. Die Strangfalzziegel werden aus einem kompletten Tonstrang auf das gewünschte Maß geschnitten. Durch die Mulde erhalten die Dächer eine besondere Wellung, die optimal vor Witterungseinflüssen schützt und das Wasser gut abfließen lässt.

Mönch und Nonne

Pressdachziegel werden auch als Mönch und Nonne bezeichnet. Die zwei Ziegel sind so aufeinander abgestimmt, dass sie problemlos auf dem Dach ineinandergreifen. Der Mönch besitzt eine konvexe Form und wird von der konkaven Form der Nonne überdeckt. Als Hohlziegel kam dieser bereits in der Antike zum Einsatz. Auch der romanische Ziegel und der Doppelmuldenfalzziegel gehören zur Form der Pressdachziegel. Alle Modelle werden mit einer Unter- und Oberform gepresst.

Ziegel-Vorteile im Überblick

  • Besonders witterungsfest
  • Haltbarkeit von 80 bis 100 Jahren
  • Einfache Wartung und Erhaltung
  • Verschiedene Farben und Formen
  • Einfach und schnell zu verlegen

Bildquelle: Braas

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