Wie viel Energie braucht das Haus?

Niedrigenergiehaus und Null-Energiehaus – Standards, die man kennen sollte

Seit mehr als 15 Jahren ist das Niedrigenergiehaus der gesetzliche Mindeststandard für Neubauten. Dabei ist der Begriff nicht wirklich eindeutig – er bewegt sich wie viele andere Definitionen aus der Energiewelt inmitten eines wild wuchernden Baudeutsch-Dschungels. Wir wollen diesen ein wenig lichten, um Klarheit für einen ersten Überblick zu schaffen:

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Grundsätzlich gelten als Niedrigenergiehäuser alle Gebäude, die festgelegte gesetzliche Höchstwerte für den Energiebedarf unterschreiten. Dazu gehören die Kategorien

  • Effizienzhäuser,
  • Passivhäuser sowie
  • Null- und Plusenergiehäuser.

Sie alle werden in unterschiedlichem Maße staatlich gefördert. Wenn die Kriterien erfüllt sind, spielt es auch keine Rolle, ob es sich um sanierte Alt- oder um Neubauten handelt. Denn mit diesem Energiestandard wird kein bestimmter Baustil benannt, sondern er drückt aus, dass der Energiebedarf so niedrig wie möglich ist.

Das EnEV-Haus – so viel Effizienz muss sein

Bei Neubauten ist eine energiesparende Bauweise nach den Anforderungen der EnEV (Energie-Einsparverordnung) der gültige Mindeststandard – der natürlich übertroffen werden darf. Diese Gebäude nennt man kurz „Effizienzhaus EnEV“ oder „EnEV-Haus“.

Auch Altbauten können zum Niedrigenergiehaus umgebaut werden. Eine Möglichkeit hierzu besteht in der Aufrüstung mit einer modernen, effizienten Wärmedämmung. Darüber hinaus lässt sich durch haustechnische Anlagen mit hoher Energieeffizienz ein niedriger Energieverbrauch erreichen.

Die Energieeffizienz-Oberklassen

Die Einstufung für Niedrigenergiehäuser wurde im Laufe der Zeit immer ambitionierter. So gibt es neben dem EnEV-Haus als Basisvarianten auch das

  • Niedrigenergiehaus 50, 40 und 40 plus nach KfW-Effizienzhauskriterien (die Version 70 ist ausgelaufen), das
  • Fünf- und Drei-Liter-Haus und das
  • Passivhaus, Nullenergiehaus und Plusenergiehaus.

Alle Typen der Energieeffizienzhäuser teilen sich das Ideal eines sehr guten Wärmekonzepts für die Gebäudehülle, eine hocheffiziente Anlagentechnik und die Verwendung erneuerbarer Energien. Beim Null- oder Plusenergiehaus kommen dann noch aktive Komponenten wie Photovoltaik oder Solarenergie hinzu. Für Fördermaßnahmen, insbesondere solche der KfW-Bank, gilt das Prinzip „Je weniger Energie, desto mehr Förderung“. Die Anforderungen der KfW für die Vergabe von Förderprodukten gehen üblicherweise über die der EnEV hinaus.

Welche Kriterien machen ein Niedrigenergiehaus aus?

Ausschlaggebend für ein Niedrigenergiehaus ist, ob die jeweilige Höhe des Primärenergiebedarfs eingehalten wird. Dieser berechnet sich aus der Energie, die durch alle bereitstehenden Energiequellen eines Hauses entsteht. Als weitere Kriterien müssen beispielsweise die vorgeschriebene Dicke der Dämmung und die entsprechende Verglasung der Fenster eingehalten werden.

Ein Musterbeispiel für Effizienz: Das Null-Energiehaus von VELUX

Dass mit einem durchdachten Konzept sogar Nullergiehäuser alltagstauglich und aus Altbauten zu realisieren sind, bewies der Dachfenster-Spezialist VELUX mit seinem LichtAktiv Haus, einem runderneuerten Siedlerhaus aus den 1950er Jahren. Es bietet extrem viel Tageslicht und deckt die benötigte Energiemenge komplett durch erneuerbare Ressourcen ab. Für dieses hohe Maß an Umweltfreundlichkeit wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundespreis ecodesign.

Bildquelle: VELUX Deutschland

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