Eternitdach

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Guten Tag.

Sie schreiben: "Für Asbest belastete Dächer, sofern es sich um fest gebundene Fasern handelt, besteht derzeit noch kein Sanierungszwang sofern Sie ohne Schäden sind. Sie dürfen jedoch nicht verändert oder "repariert" werden."

Wo steht das explizit? Bei mir in der Nachbarschaft gibt es einen Schaden an Welleternit aus 1970! Da der Handwerker völlig unsensibel war musste ich die Polizei holen - Umweltdezernat. Diese Herren behaupten der Gärtner könne das Dach reparieren, also eine Platte austauschen. Sie behaupteten eine Pflicht zur Komplettsanierung gäbe es nicht. Können sie mit amtlichen Quellen helfen?

Mit freundlichen grüßen!

PK


Dachexperte

Hallo Herr Kraus,

Wenn sich die Schäden auf einzelne Bereiche, d.h. einzelne, defekte Platten begrenzt ist und diese nicht repariert, d.h. mit Dachlack oder ähnlichem "nachgebessert" werden, sondern tatsächlich ausgetauscht werden, ist im Sinne des Gesetzgebers noch kein Fehler passiert sofern dabei nach TRGS 519 vorgegangen wurde. Das defekte Bauteil wird entfernt/entsorgt und durch ein asbestfreies Bauteil ersetzt. Allerdings darf man sich fragen, ob ein Dach von 1970 diese Kriterien erfüllt. die Lebenserwartung für dies Art von Dächern beträgt ca. 40 Jahre... Fraglich also ob eine ordnungsgemäße Bewertung der Dachfläche erfolgt ist und ob nicht eigentlich eine Komplettsanierung geboten gewesen wäre.

Weitere Informationen zum Thema Asbest / der TRGS 519 finden Sie detailliert z.B. beim Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest

www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/pdf/TRGS-519.pdf;jsessionid=BC5DDEDFB43AE2B9EE30E2DC60F69A7E.1_cid323