Anbau

Alt und neu vereint

Eine Kölner Baufamilie löste ihre schwierige Planungsaufgabe für einen großzügigen Erweiterungsbau durch die geschickte Kombination aus Kontrasten, Korrespondenzen und effektvollen Details in Zink.

Baugenehmigungsverfahren: Strenge Auflagen

Raumgewinn und die Verwirklichung eigener Wohnideen standen bei Andrea und Herbert Friese ganz oben auf der Wunschliste für ihr Eigenheim im grünen Kölner Vorort Weiß. Der Altbau, der lange Jahre von drei Generationen genutzt wurde, stammt aus dem Jahre 1956 und ist in seiner ursprünglichen Nutzung von einer bewegten Familienhistorie geprägt.

Die großzügigen Siedlungsgrundstücke waren Mitte der 50er-Jahre an Vertriebene aus Schlesien vergeben worden, und die Aufteilung sah neben dem Wohnhaus die Nutzung für ein wenig Landbau und Kleintierhaltung vor. Diese Ursprünge hatten auch im neuen Jahrtausend noch Einfluss auf das Baugenehmigungsverfahren:

Der von den Frieses geplante Anbau auf dem Grund der früheren Stallungen musste den Altbau in der Höhe deutlich unterschreiten und auch eine abweichende Dachneigung aufweisen.

Zudem durfte eine in den 80er-Jahren festgesetzte Baugrenze nicht überschritten werden – sie beschränkte den Anbau auf eine Breitenausdehnung von sieben Metern.

Großzügiger Ess- und Kochbereich im Erdgeschoss

Was zunächst als Zwang erscheinen mag, regte die Kreativität der Frieses an. Die behördliche Forderung nach 80 Zentimeter geringerer Firsthöhe beim Anbau legte eine deutliche Separation der beiden Gebäude nahe, und so entschied man sich dafür, den Zwischenraum mit einer „gläsernen Fuge” zu überbrücken, die die Funktion einer transparenten Eingangs- und Erschließungszone erfüllt.

In der weiteren Aufteilung des Innenraums war man allerdings völlig frei – die Frieses verwirklichten hier ihren lange gehegten Wunsch nach einem großzügigen Ess- und Kochbereich im Erdgeschoss mit direktem Anschluss an Terrasse und Garten.

Weiterhin standen ein eigenes helles Kinderzimmer für die Tochter im Obergeschoss sowie großzügige Büro- und Wirtschaftsräume im Kellergeschoss auf der Wunschliste. Der vollständig unterkellerte Anbau stellt auf drei Ebenen nunmehr einen Zuwachs von 120 Quadratmetern Nutzfläche bereit, so dass die Familie zusammen mit den über das Obergeschoss zugänglichen Altbau-Räumen genügend Platz für ein luftiges Arrangement der Lebensräume findet.

Kontrastreiche Details aus Titanzink

Viel Zeit nahmen sich die Frieses für die Detailplanung von Fassade und Innenräumen. In der Außenansicht des Neubaus kombinierte man kontrastreich die Ziegelsteinoptik des Altbaus mit Sichtbeton-Elementen; Fensterrahmungen, Treppenraumverglasung und deutlich hervorgehobene Accessoires aus Titanzink wurden farblich harmonisch aufeinander abgestimmt.

Die Veredelungen mit Zink befinden sich am Ortgang, den beiden Giebelflächen zwischen den Gebäuden und vor allem an den beiden großen Gauben, die dafür sorgen, dass für Tochter Ella ein großzügiger, heller Spielbereich im Obergeschoss hinzugewonnen werden konnte. Die optisch elegant hervortretenden Zinkdetails spielten nach Aussage von Herbert Friese eine entscheidende Rolle bei der Fassadengestaltung:

„Wir wussten bereits in der Planungsphase, dass wir an prominenten Gebäudeteilen mit der vorbewitterten und matt strukturierten Oberfläche von Rheinzink arbeiten wollten. Sehr wichtig war uns dabei auch die gefalzte Ausführung der Zinkpaneele, die für eine interessante Flächenstruktur sorgt.” Auf die Idee mit dem Zink waren die Bauherren während ihrer aufmerksamen Spaziergänge durch Siedlungen gekommen, in denen einzelne Hausbesitzer solche Veredelungen vorgenommen hatten.

Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Werkstoff Zink

Tipps von Verwandten, die in der Baubranche tätig sind, sowie die Lektüre von Fachzeitschriften taten ein Übriges, um mit den Gestaltungsmöglichkeiten in Zink vertraut zu werden. Die Vorliebe für den „natürlichen” Werkstoff Zink wird beim Haus der Frieses zusätzlich noch durch den Einsatz feuerverzinkter Treppengeländer und Balkone zum Ausdruck gebracht.

Beratung vom Fachmann

Wer weniger Zeit und Eigeninitiative bei der Planung von Dach- und Fassadenverschönerungen aufbringen kann, hat die Möglichkeit, sich vom Fachhandwerk intensiv beraten zu lassen. Der führende Anbieter von Titanzink-Accessoires zur Veredelung von Neu- und Bestandsbauten ist die Firma Rheinzink in Datteln. Sie unterteilt ihre „Tuning-Pakete” für Fassade und Dach in neun Produktgruppen. Ob Gauben, Giebel, Ortgänge oder Dachränder und Mauerabdeckungen – für jede dieser Anwendungen gibt es im Sortiment eine Systemlösung einschließlich aller Materialien, die für eine problemlose Montage gebraucht werden.

Eine attraktive Abrundung, die auch die Frieses bei ihrem Haus einsetzten, sind die Dachentwässerungssysteme von RHEINZINK: langlebige, wartungsfreie Komplettsysteme, die auch mit Laubschutz sowie dem praktischen und ökologisch sinnvollen Regensammler angeboten werden. Ein bundesweites Netz geschulter Metallbedachungsspezialisten berät den Kunden und montiert die Accessoires – ob kleine Verschönerung oder komplette Erker, (Vor-) Dächer und Fassaden.

Aktive Begleitung aller Planungs- und Ausführungsschritte

„Einfach schön anzusehen” findet Andrea Friese ihr Wohnhaus rund ein Jahr nach Fertigstellung der Bauarbeiten. Sie hatte alle Planungs- und Ausführungsschritte aktiv begleitet und die Details der Materialwahl und Farbgebung gemeingemeinsam mit ihrem Ehemann entschieden.

Geschmackliche Gemeinsamkeiten und wache Blicke für Details ließen auf diese Weise ein individuelles Eigenheim entstehen, das sich positiv von seinem baulichen Umfeld abhebt.

Bildquelle: Rheinzink