Dachexperte

Laut Hessischer Bauordnung § 29 Dächer (7) gilt: "Bei Dächern an Verkehrsflächen und über Eingängen sind Vorrichtungen zum Schutz gegen das Herabfallen von Schnee und Eis anzubringen, soweit die Verkehrssicherheit dies erfordert.". Vorrichtungen ist ein allgemeiner Begriff, insofern ist mit "Schneestophaken" die Verordnung formal erfüllt. Vorausgesetzt diese wurden fachgerecht geplant und installiert. Allerdings können in Städten und Gemeinden weitergehende Auflagen gelten. Hierzu empfehlen wir Ihnen einfach bei Ihrem zuständigen Bauaufsichtsamt nachzufragen. Warum nun in den "südlicheren" Gebieten vermehrt auch Schneestopper zum Einsatz kommen hat einen ganz einfachen Grund. Diese sind oft die schneereicheren Gebiete (bis zu Schneelastzone 3, zum Vergleich Hessen od. Rheinland Zone 1 oder 2, max. 2a). D.h. die Schneemenge auf dem Dach ist regelmäßig größer. Rutscht nun diese Schneemenge gegen z.B. nur ein Schneefanggitter sind die statischen Beanspruchungen für das Gitter bzw. den Traufbereich sehr hoch. Schneestophaken verhindern dies weil der Schnee hierdurch flächig auf der ganzen Dachfläche gehalten wird.