Dachsanierung

Das Dach muss saniert werden - was nun?

Das Dach muss viel aushalten: Es soll jedem Wetter trotzen und das Haus vor Sommerhitze und Winterkälte schützen. Bei offensichtlichen Schäden oder einer unzureichenden Dämmung ist es eine Sanierung die einzig richtige Maßnahme – allein schon, um den Wert des Hauses zu sichern.

Auch ein solide gebautes Dach kommt irgendwann in die Jahre und muss saniert werden. Im Schnitt hält es bis zu 50 Jahre lang, bis es nicht mehr voll funktionsfähig ist – damit ist das Dach eines der langlebigsten Bauteile eines Hauses. Doch wann ist es an der Zeit für eine Sanierung? Was ist dabei zu beachten und welche Kosten kommen auf Hausbesitzer zu?

Schäden frühzeitig erkennen und reparieren

Hausbesitzer sollten ihr Dach regelmäßig vor und nach dem Winter auf Schäden überprüfen und im Zweifel einen Fachmann hinzuziehen. Spätestens wenn Teile der Dacheindeckung lose sind, die Dachkonstruktion offensichtlich schadhaft ist oder es durch feuchte, undichte Stellen zu Morschheit und Schimmel kommt, wird der Sanierungsbedarf akut sichtbar. Eine kostenlose Beratung durch einen Dachdecker kann hier schnell Aufschluss darüber geben, was unbedingt erneuert werden muss.

Auf gar keinen Fall sollten Heimwerker eine Sanierung des Daches selbst in Angriff nehmen. Zu groß ist die Gefahr, dass durch Leckagen in der Dachabdichtung Feuchtigkeit eindringt oder eine unsachgemäß ausgeführte Dachdämmung Schäden an der Dachkonstruktion verursacht.

Vorsicht bei Asbest!

Bei vielen Häusern, die vor den 1970ern gebaut wurden, ist Asbest in der Dachkonstruktion enthalten. Hier ist besondere Vorsicht geboten! Nur qualifizierte Fachbetriebe dürfen die Sanierung von asbestbelasteten Dächern durchführen. Das krebserregende Material muss gesondert und fachgerecht entsorgt werden.

Kosten und Förderungen

Wirtschaftlich zahlt sich die Dachsanierung vor allem dann aus, wenn Dachdämmung, Erneuerung der Dacheindeckung und der Einbau neuer Dachfenster in einem Zug erledigt werden. Zwar sind dann die Kosten insgesamt höher als bei Einzelmaßnahmen, die Komplettsanierung rechnet sich aber dennoch – denn so muss das Dach nur einmal geöffnet werden. Die Kombination der neuen Dachbestandteile macht sich rasch durch sinkende Heizkosten und durch ein besseres Wohnklima bezahlt.

Die genauen Kosten einer Dachsanierung können nicht pauschal beziffert werden. Sie hängen nicht nur vom gewählten Material und Aufwand ab, sondern auch vom aktuellen Zustand des Daches. Hausbesitzer sollten auf jeden Fall mehrere Angebote einholen und vergleichen. Dabei gilt, dass nicht immer das günstigste Angebot auch das beste ist. Mit einem fünfstelligen Betrag kann man jedoch kalkulieren werden, wenn das Dach rundum saniert wird.

Fördermittel und Bezuschussungsprogramme zur Dachsanierung gibt es je nach Bedarf und in unterschiedlichster Gestaltung: Zum einen stellen Bund und Länder, regionale, kommunale und städtische Träger Subventionen und Fördermittel zur Verfügung. Zum anderen unterstützen beispielsweise Hersteller von Dachbaustoffen wie Rathscheck oder Braas private Sanierungsmaßnahmen mit individuellen Programmen. Die Fördermöglichkeiten reichen dabei von einfachen Zuschüssen bis hin zu verbilligten zweckgebundenen Darlehen, wie sie zum Beispiel die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung stellt. Entscheidend ist, die Förderung bereits vor Baubeginn zu beantragen und genehmigen zu lassen – nachträglich werden keine Zuschüsse gewährt.

Bildquelle: Braas