Dachausbau

Welche Treppe fürs Dachgeschoss?

Ins ausgebaute Dachgeschoss will man natürlich sicher und komfortabel gelangen. Oft aber fehlt es noch an der Treppe – schließlich genügte bisher in der Regel eine Klappe mit Ausziehleiter, um auf den Dachboden zu kommen. Für den neuen Wohnraum unterm Dach ist das dann allerdings keine praktikable Lösung mehr.

Treppen lassen sich aber problemlos auch nachträglich einbauen. Dabei haben Hausbesitzer die Wahl zwischen unterschiedlichen Versionen. Je nach baulicher Situation lässt sich leicht die richtige Variante finden.

Welche Maße muss die Treppe haben?

Bei der Planung einer neuen Treppe müssen bestimmte Normmaße (DIN 18065) eingehalten werden, um die Trittsicherheit zu gewährleisten und die Gefahr von Stürzen zu minimieren. Stimmen müssen vor allem die Steigung und die Stufenbreite, -tiefe sowie die Höhe des Handlaufs.

  • Die optimale Steigung liegt zwischen 25 und 40 Grad,
  • der maximale Höhenabstand zwischen den Stufen beträgt 19 cm,
  • die minimale Stufentiefe ist auf 10 cm an der engsten Stelle limitiert,
  • für das Geländer gilt eine Mindesthöhe von 90 cm.

Wichtig ist auch, die Deckenöffnung schon bei der Sanierung des Dachgeschosses hinsichtlich Position und Größe so zu planen, dass der nachträgliche Einbau einer Treppe problemlos möglich und die nötige Kopfhöhe gewährleistet ist. Diese sollte mindestens zwei Meter betragen.

Was kostet eine Treppe?

Sehr einfache Treppen werden bereits für wenig Geld angeboten. Will man für die neue Etage aber etwas Solides und auch optisch Ansprechendes, sind 1.000 bis 5.000 Euro realistisch. Für Designausführungen kann man auch noch mehr auf den Tisch legen.

Hier die gängigsten Treppentypen:

Wendeltreppe

Eine Wendeltreppe ist die wohl beliebteste Ausführung, um ein ausgebautes Dachgeschoss zu erschließen. Sie besteht aus einer mittigen Drehachse, um die sich die Treppenstufen winden. Die Achse besteht üblicherweise aus Stahl oder Holz. Als Stufenmaterial wählt man bevorzugt Holz – das ist leicht, stabil und wirkt wertig. Der gestalterische Vorteil einer solchen Treppe liegt in einer eleganten, schwungvollen Wirkung.

Podesttreppe

Bei einer Podesttreppe ist die Treppenstrecke in mehrere – mindestens zwei – Abschnitte aufgeteilt, an denen sich die Treppenrichtung ändert. Den Wendepunkt bildet eine besonders breite und tiefe Stufe. Diese Variante ist insbesondere für altersgerechtes Bauen und Sanieren eine gute Option, weil die Treppenstrecke nicht in auf einmal zurückgelegt werden muss, sondern ein sicheres Zwischenrasten auf der Podestfläche möglich ist.

Geradläufige Treppe

Für eine Treppe, die ohne „Kurven“ ins Dachgeschoss führt, braucht es den entsprechenden Platz. Ist dieser aber vorhanden, gibt es wohl keine bequemere Art, ins und aus dem Dachgeschoss zu gelangen.

Sambatreppe

Dies ist der Exot unter den Treppen, der eigentlich nur dann gewählt wird, wenn wirklicher Platzmangel herrscht und die verfügbare Grundfläche extrem gering ist. Wegen der einzig möglichen Nutzungsart wird diese steile Version auch als Watscheltreppe bezeichnet – man betritt die versetzt angeordneten Stufen abwechselnd mit jeweils nur einem Fuß. Das braucht Gewöhnung, Geduld und in den Nachtstunden auch eine gute Beleuchtung.

Raumspartreppen – ideal für ausgebautes Dachgeschoss

Um wenig Platz zu verlieren und die Öffnung im Dachgeschossboden möglichst klein zu halten – schließlich geht es hier um nutzbare Fläche –, ist eine Raumspartreppe die beste Lösung. Sie kommt mit einem geringen Grundriss aus, ist dafür ein wenig steiler geschnitten. Diese Treppenvarianten gibt es in unterschiedlichen Versionen, sozusagen als Kompaktausgabe einer normalen Treppenkonstruktion.

Bildquelle: Dariusz Jarzabek / AdobeStock (Hauptmotiv), Velux Deutschland

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