Dach-Sicherheit

Das Dach winterfest machen – darauf kommt es an

Die kalte Jahreszeit ist für Dächer in Deutschland ein Härtetest mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Norden beanspruchen vor allem starke Winde, in den südlichen Bundesländern tonnenschwere Schneeschichten die Festigkeit und Dichtheit des Daches.

Am besten das Dach schon im Frühherbst checken lassen

Schon ab Anfang November kann man erfahrungsgemäß mit winterlichen Bedingungen rechnen. Deshalb empfiehlt es sich, das Dach und seine Bestandteile rechtzeitig vor dem ersten Kälteeinbruch einer Inspektion zu unterziehen. Denn auch kleine Schäden können teure Folgen haben: So können beispielsweise lose Dachpfannen durch Starkwind weggerissen, infolge einer verstopften Dachrinne Feuchteschäden verursacht werden oder durch undichte Deckungsstellen Nässe in die Konstruktion eindringen.

Winterfestes Dach – das Prüf-Programm

Die Prüfung des Daches vor dem Winter sollte stets von einem Fachmann wie dem Dachdecker vorgenommen werden und ist nicht besonders teuer. Dieser weiß, welche Komponenten wie kontrolliert werden müssen:

  • Sitzen eventuell einzelne Dachpfannen locker oder sind beschädigt? Lose Eindeckungsteile können durch Wind-, Schnee- oder Eiseinwirkung herunterfallen und Schäden anrichten.
  • Weisen Kaminanschlüsse, Kehlen sowie Gauben Risse und undichte Stellen auf? Feuchtigkeit im Dach, auch wenn sie nur durch kleinste Stellen eindringt, gefährdet Dämmung und Mauerwerk und ist nur aufwändig zu beseitigen.
  • Ist die Dachrinne frei und nicht etwa durch Herbstlaub oder Moos blockiert? Läuft eine Dachrinne über, kann die Fassade hässliche Streifen abbekommen, zudem bilden sich leicht Eiszapfen.

Ein Dachcheck ist für Hausbesitzer auch hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht wichtig, die verlangt, dass von der Immobilie keine Gefahren für Dritte ausgehen. Mit einer jährlichen Inspektion ist man hier auf der sicheren Seite.

Unser Tipp für zu viel Schnee auf dem Dach

In manchen Regionen, zum Beispiel in Südbayern, kam es in den vergangenen Wintern zu katastrophenähnlichen Zustanden infolge extremen Schneefalls. Teilweise lasteten auf den Dächern und Dachfenstern mehr als 300 kg Schneeschicht pro Quadratmeter. Wenn durch solche Beanspruchungen Schäden eintreten, tritt dafür nicht unbedingt die Gebäudeversicherung ein, wie viele Hausbesitzer glauben. In solchen Fällen ist eine zusätzliche Elementarschadenversicherung erforderlich, um sich gegen die Folgen der Naturgewalten finanziell abzusichern.

Auf die harte Tour: Gutes Material ist vorgetestet

Die beste Vorbeugung gegen Schäden am Dach ist aber immer noch die richtige Materialwahl bei Neubau oder Sanierung. Zu empfehlen sind bereits vom Hersteller aufeinander abgestimmte und streng auf Qualität geprüfte Komponenten. So testet beispielsweise der Dachsystem-Spezialist Braas all seine Produkte im hauseigenen Windkanal. Hier hämmern Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern und Niederschläge von bis zu 560 mm pro Stunde auf Dachpfannen und Zubehör ein – das dann seine Qualitäten für den Schutz des Daches beweisen kann.

Bildquelle: Braas, Eckstein Bedachungen

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