Dachsanierung und Förderungen

BEG Förderungen für Dachsanierung – neu in 2022

Nach einigem politischen Stop-and-Go ist nun weitgehend klar, dass es auch in 2022 umfangreiche Förderungen für den Dachausbau und die Sanierung gibt. Hausbesitzer, die ihr Gebäude energetisch modernisieren wollen, können demzufolge weiterhin erheblich von staatlicher finanzieller Unterstützung profitieren und auch wieder von weitgehender Planungssicherheit ausgehen.

Der für Dachsanierungen ausschlaggebende Schlüsselbegriff für den Förderfluss heißt „Einzelmaßnahmen“ – was Neubauten oder Komplettsanierungen angeht, sind neue Regelungen noch in der politischen Pipeline.

Hier ein schneller Überblick über die Förderoptionen und ihre Quellen:

 

BAFAKfW-Programme

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
(Dämmung Dach und oberste Geschossdecke)
Tilgungszuschuss

20 - 25% ZuschussKredit 262 / 20-55%
Sommerlicher Wärmeschutz
Tilgungszuschuss
20 - 25% ZuschussKredit 262 / 20 - 25%
Baubegleitung / Fachplanung / 26250% Zuschuss 

50% Tilgungszuschuss bei Kredit 262
oder Zuschuss 461

Energieberater (obligatorisch)                                       80% Zuschuss möglich                       --

 

 

BEG-Förderungen – Geld vom Bund fürs Eigenheim

Die Förderprogramme für energetische Sanierungen sind seit 1.1.2021 in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst. Dasselbe gilt, sobald geregelt und im Bundeshaushalt verankert, im Prinzip für die Förderung neuer Gebäude. Mit dieser Neuorganisation sollte die Attraktivität und Übersichtlichkeit der Angebote für Sanierer und Neubauer gesteigert werden.

Die Förderangebote gliedern sich in drei Bereiche: Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden (BEG EM), Vollsanierung und Neubau von Wohngebäuden (BEG WG) sowie von Nichtwohngebäuden (BEG NWG).

KfW und BAFA – wer fördert was?

Die Zuständigkeit liegt je nach spezifischer Fördermaßnahme bei den Projektträgern KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) – unter dem Kürzel BEG ist also keine Behörde mit eigenen Kompetenzen zu verstehen.

Das BAFA bearbeitet für Einzelmaßnahmen die Zuschüsse, die KfW ist entsprechend für Kredite zuständig. Der Bereich Einzelmaßnahmen beinhaltet dabei auch Dachsanierungen, Dämmung und den Dachausbau allgemein. Ab diesem Zeitpunkt gilt die neue Förderstruktur auch für Gesamtsanierungen.

Bei allen sogenannten „Fördertatbeständen“ – das Wort steht wirklich so im Gesetz – ist entweder ein Kredit oder ein Zuschuss möglich. Die Finanzierung einer Modernisierungsmaßnahme wird durch diese Wahlmöglichkeit vereinfacht. Interessante Extras werden ebenfalls aufgelegt. So wird, wenn ein „individueller Sanierungsfahrplan“ vorliegt, der iSFP-Bonus von 5% gewährt.

Die wichtigsten BAFA-Förderungen für Einzelmaßnahmen im Überblick (maximaler Anteil an den förderfähigen Kosten):

  • Energetische Modernisierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle. Dazu zählen Dachflächen, Außenwände, Dachfenster sowie Türen: 20 bis 25 Prozent.
  • Erneuerbare Energien für Heizungen. Dies schließt Solarthermieanlagen am Dach und Wärmepumpen mit ein: je nach Art und Umfang bis 55 Prozent.
  • Fachplanung und Baubegleitung: 50 Prozent bis zu einem Betrag von 5.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser pro Antrag und Kalenderjahr, für Mehrfamilienhäuser sind 20.000 Euro im Topf.

KfW-Programme zur Förderung der Dachsanierung:

Die KfW-Bank bietet Förderprogramme für energetische Sanierungen an, ebenso wie Förderungen für Neubaumaßnahmen. Hausbesitzer können sich für die Finanzierung einer Dachsanierung eines besonders zinsgünstigen Kredits mit Tilgungszuschuss bedienen oder sich für einen nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss entscheiden. Interessant sind dabei insbesondere folgende Förderprodukte:

*Wohngebäude-Kredit 261 / 262 mit bis zu 60.000 Euro Förderkredit für Einzelmaßnahmen und bis zu 150.000 Euro für die Sanierung zum Effizienzhaus, zuzüglich Tilgungszuschuss.
*Wohngebäude-Zuschuss 461 bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit.

Weitere Fördermöglichkeit: der Steuerbonus

Der Steuerbonus für energetische Sanierungen stellt eine weitere Chance dar, Eigenkapital zu sparen – eine entsprechende Steuerlast für Einkommen oder Kapitalerträge vorausgesetzt. Geltend gemacht und steuerlich abgesetzt werden können bis zu 20% der Sanierungskosten; maximal 40.000 Euro innerhalb eines Dreijahreszeitraums. Hochgerechnet gilt der Steuerbonus für eine Sanierungssumme bis 200.000 Euro.

Dieser Bonus kann z. B. für zusätzliche Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden, die die förderfähigen Höchstkosten einer BEG-Förderung überschreiten. Beispielfall: Die Dämmung des Daches wird mit BAFA-Mitteln gefördert, neue Dachfenster oder sommerlicher Wärmeschutz über den Steuerbonus unterstützt. Achtung aber – für dieselbe Modernisierungsmaßnahme können Steuerbonus und BAFA-Förderung nicht zusammen in Anspruch genommen werden.

Bildquelle: Bildquelle: VELUX Deutschland (Hauptmotiv), Rathscheck Schiefer

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