Badezimmer im Dachgeschoss

Platz für die private Wellness-Welt

Ein Badezimmer unter dem sanierten Dach – macht das Sinn? Durchaus! Ganz oben ist in den meisten Fällen mehr Fläche verfügbar als in den unteren Etagen, wo das Bad traditionell mit Wohn- und Schlafräumen um die Quadratmeter konkurriert. Gerade, wenn das Badezimmer nicht nur zum Duschen und Zähneputzen, sondern als großzügige Wellness-Oase dienen soll, ist die Top-Lage ideal: Hier lässt sich sogar ein Whirlpool problemlos unterbringen, und die Heimsauna mitsamt Relax-Liegen ebenfalls.

Bei der Konzeption des neuen Wohlfühl-Raumes sollten Hausbesitzer allerdings auf einige wichtige Faktoren achten, denn nur detaillierte Planung gibt Sicherheit fürs Gelingen. Auch bei der Finanzierung kommt es aufs Detail an: Für den barrierefreien Umbau eines Badezimmers gibt es diverse öffentliche Förderungen, die nicht ans Alter der Immobilieneigentümer oder eine etwaige Pflegestufe geknüpft sind, beispielsweise aus Mitteln der KfW.

Hier die vier Top-Tipps fürs neue Bad unter dem Dach:

1. Kopfarbeit: Intelligenter Umgang mit der Schräge

Was den optischen Reiz eines Dachgeschoss-Bades und seine Behaglichkeit ausmacht, bildet auch die größte praktische Herausforderung: die Dachschräge selbst. Schließlich wollen sich alle Bewohner möglichst frei und entspannt bewegen können, ohne permanent den Kopf einziehen zu müssen.

Wichtig ist deshalb, bei allen Einbauten auf ausreichende Höhe unterm Schrägdach zu achten: Am Waschtisch sollten mindestens 2,20 Meter Kopfhöhe verfügbar sein, über der Toilette 1,30 Meter, eine Badewanne benötigt zum bequemen Ein- und Aussteigen etwa 1,50 Meter an der niedrigsten Stelle. Als Maßstab für Kopffreiheit dient natürlich das größte Familienmitglied.

Auch bei Schränken und Kommoden lohnt sich genaues Ausmessen – die Türen brauchen genug Spiel und öffnen sich idealerweise zum Raum hin, nicht zur Wand. Die Dusche lässt sich entweder an einer Stelle mit maximaler Höhe positionieren. Oder, dem aktuellen Trend folgend, als stylische Walk-In-Kabine frei im Raum.

2. Natürlich erfrischend: Licht und Luft

Ob Sonnenschein oder Schneefall, ein Bad unterm Dach ist der perfekte Ort, um die belebende Wirkung natürlichen Lichts zu genießen. Mit Dachfenstern von VELUX kommt Helligkeit in den Raum und schafft ein positives Gefühl – Weitblick inklusive. Ausreichende Belüftungsmöglichkeiten, wie sie beispielsweise Dachfenster mit integrierten Lüftungsklappen bieten, sind im Bad unterm Dach natürlich ein Muss, allein schon um der Kondensatbildung vorzubeugen. Ebenfalls wichtig: Sonnenschutz für besonders helle Morgenstunden und heiße Tage. Wer es besonders komfortabel schätzt, entscheidet sich für eine fernbedienbare Variante.

Zum angenehmen Klima in jeder Jahreszeit – und zur nachhaltigen Energieersparnis – trägt eine professionell ausgeführte Dämmung des Dachgeschosses bei.

3. Materialien – erst ausprobieren, dann einbauen

Das Wellness-Erlebnis für die Sinne im Dachbad entsteht aus einem attraktiven Mix aus Materialien und Design-Komponenten wie Waschbecken, Wanne und Badearmaturen. Hell- und Dunkelkontraste, warme und kühle Oberflächen setzen in der Kombination individuelle Akzente.

Damit Holz, Stein und Wandfarben im Endergebnis tatsächlich die gewünschte Optik schaffen, sollte man Werkstoffe jedoch nicht nur im Katalog oder im Geschäft betrachten. Sondern sie möglichst als Materialprobe vor Ort im Raumlicht zu unterschiedlichen Tageszeiten auf sich wirken lassen.

4. Die Dach-Daten im Auge behalten

Ehe das Projekt „Traumbad unterm Dach“ startet, lohnt sich ein prüfender Blick auf die genauen baulichen und gesetzlichen Gegebenheiten. Hier kann die Einbeziehung eines Architekten von vornherein dabei helfen, Kosten und Aufwand zu minimieren und schnell zur optimalen Lösung zu kommen. Zu prüfen sind beispielsweise:

  • Die Tragfähigkeit – wie viel zusätzliche Last erlaubt die Statik des Gebäudes und wie bzw. wo wird diese am besten verteilt? Eine gefüllte Badewanne beispielsweise bringt mehrere Hundert Kilo Extragewicht.
  • Bauliche Veränderungen – Gauben, neue Fenster und andere Umbauten am Dach sind in der Regel genehmigungspflichtig.
  • Schall- und Feuchteschutz – Boden, Wände und Decke müssen bestmöglich gegen störende Geräuschübertragungen auch zur Nachbarschaft hin und gegen das Eindringen von Nässe in die Bausubstanz geschützt werden.
  • Das Leitungssystem – Kalt- und Warmwasserzufuhr sowie Heizungselemente für die neue Etage müssen so intelligent konzipiert werden, dass sie zur vorhandenen Haus-Infrastruktur passen und möglichst wenig Raum beanspruchen.

Bildquelle: VELUX Deutschland

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