Argumente für die Sonnen-Nutzung

Argumente für die Sonnen-Nutzung

Tagtäglich verbraucht jeder Westeuropäer eine Menge Energie: Wasser muss für Heizung oder Dusche erwärmt werden.

Argumente für die Sonnen-Nutzung


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Der Fernseher braucht Strom, sonst bleibt er dunkel. Die notwendige Energie wird hauptsächlich durch das Verbrennen fossiler Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas oder durch die Spaltung von Atomkernen erzeugt. Beide Varianten bergen Risiken und belasten die Umwelt. Wer die Sonne nutzt, schont Ressourcen und produziert sauberen Strom sowie saubere Wärme.
 
Die fossilen Energiereserven sind endlich: Sie gehen irgendwann aus. Öl und Gas werden daher zunehmend knapper und teurer. Überdies werden bei der Verfeuerung Schadstoffe frei gesetzt. Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) und andere Abgase aus den Heizungsanlagen unserer Häuser sowie aus Kraftwerken, Fabriken und Autos verursachen schwerwiegende Umweltschäden wie Waldsterben oder den sauren Regen und verändern das Weltklima auf dramatische Weise: Der Meeresspiegel steigt an, Wüsten weiten sich aus, Überschwemmungen und Wirbelstürme nehmen zu. Schon seit mehr als zehn Jahren fordern Klimaforscher eine dauerhafte Halbierung der weltweiten Treibhausgasemissionen. Die Atomenergienutzung ist wegen der ungeklärten Entsorgung und des hohen Betriebsrisikos keine Alternative. Zwar wird durch Kernreaktoren die Atmosphäre nicht mit Treibhausgasen geschädigt, wie bei den fossilen Brennstoffen, aber dafür ist stets die Gefahr einer nuklearen Katastrophe gegeben – siehe Tschernobyl.
 
Eine grundlegende Wende hin zu einer umweltschonenden Energieversorgung ist daher geboten – und möglich. Die Sonne stellt Energie im Überfluss zur Verfügung. Jeder Quadratmeter dieses Himmelskörpers strahlt stündlich den Energiegehalt von mehreren Tausend Litern Heizöl ab. Ein Teil der Strahlung erwärmt die Erdatmosphäre. Auf das Jahr gesehen, kommt somit mehr Energie vom Himmel, als die gesamte Weltbevölkerung verbrauchen kann – und das völlig kostenlos und einige Milliarden Jahre lang. Noch aber ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Deckung des Primärenergiebedarfs in Europa sehr gering. Er liegt bei rund sechs Prozent. Das technische Potential der Solarwärme wird also bislang viel zu wenig genutzt.
 
Die Nutzung der unerschöpflichen Sonnenstrahlung kann baulich durch Solararchitektur oder technisch durch Solaranlagen für Strom und Wärme erfolgen.
Für solare Wärmegewinne ist die Ausrichtung des Hauses nach Süden optimal: Wohnzimmer und Aufenthaltsräume werden zur Sonne hin platziert, sie öffnen sich mit großen Fenstern nach draußen: Die verglasten Flächen fangen sommers wie winters die natürliche und unerschöpfliche Energie ein. Strom lässt sich durch den photovoltaischen Effekt aus den kostenlosen Sonnenstrahlen gewinnen. Rein rechnerisch würden 100.000 Quadratkilometer Solarzellen ausreichen, um die gesamte Erde mit elektrischer Energie zu versorgen. Auf nahezu jedem geneigten Dach lässt sich mit der heutigen Technik ein privates Mini-Kraftwerk errichten.
Die zweite Möglichkeit der häuslichen Sonnennutzung ist die Solarthermie: Mit einer Kollektorfläche von wenigen Quadratmetern kann der Warmwasserbedarf außerhalb der Heizperiode größtenteils gedeckt werden. Das macht unabhängiger von den Preissteigerungen bei Heizöl und Erdgas und gibt ein Stück Sicherheit.
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