Was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Ist dann kalt duschen angesagt, wird überhaupt kein Strom mehr produziert? Alles halb so wild: Moderne Anlagen nutzen nicht nur die direkte Einstrahlung, sondern kommen auch mit wenig Licht an bedeckten Tagen aus.
 
Eine Photovoltaik-Anlage produziert auch dann Strom, wenn die Sonne einmal nicht scheint. Im Vergleich zu einem sonnigen Tag steht der Solaranlage an einem bewölkten Tag im Sommer immer noch bis zu 80 Prozent der Strahlung zur Verfügung, denn sie nutzt auch die diffuse Strahlung. Auch an grauen und verregneten Herbsttagen sowie an bedeckten Wintertagen fließt Strom vom Dach. Unter Umständen liegt die Leistung an einem bewölkten Wintertag sogar höher, wie an einem warmen Sommertag: Die Ursache: Der Wirkungsgrad von Solarmodulen nimmt leicht ab, wenn diese zu heiß werden.
 
Auch Solarwärme-Anlagen können im Frühling und Herbst, ja sogar bei leicht bedecktem Himmel oder an klaren Wintertagen eine beachtliche Ausbeute an Energie sichern. Und kalt duschen muss auch bei Bewölkung niemand: Das solar erwärmte Wasser wird ja in einem Solarspeicher gesammelt, der mehr als doppelt so groß ist wie der tägliche Warmwasserbedarf der gesamten Familie. Und ist die Sonne auf Dauer zu schwach, so schaltet sich die herkömmliche Zentralheizung automatisch zu.
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