Die Variationsvielfalt der Dachtypen
Die Variationsvielfalt der Dachtypen
Dachtypen entwickelten sich mit dem Wohnraumausbau
Vor allem bei Wohnhäusern waren die Menschen seit jeher sehr erfinderisch. Um mehr Wohnraum zu schaffen, kamen einige Möglichkeiten in Frage. Am Hausgrundriss wurde beispielsweise in den Städten getrickst, um den Preis von Grund und Boden gering zu halten und Gassen nicht zuzubauen. Überbauten wurden errichtet, Erker prunkvoll gestaltet. Auch der Keller wurde nutzbar gemacht. Das Dach hat jedoch eine Sonderstellung hinsichtlich des Wohnraumausbaus. Es war nicht mehr nur allein Dachboden und Speicher, sondern Wohn- und Schlafstätte für ärmere Leute, Mägde und Knechte, Kinder und Alte. Da eine Bauernfamilie nicht nur aus der Kernfamilie, sondern auch Arbeitern usw. bestand, entwickelten sich immer neue Hauskonstruktionen, die für viele Bewohner Unterschlupf, Lebens- und Arbeitsraum darboten.
Dachtypen: Herausforderung Dachausbau
In erster Linie waren Lösungen zu klein gewordener Häuser Anbauten. Häufig L- oder T-förmig angelegt, forderten diese auch den Dachausbau heraus. So entstanden Krüppel- oder Walmdächer mit deckungsgleichem Anbau zum Fundament oder Walm- bzw. Satteldächer mit unterschiedlichen Firsthöhen. Oder das Satteldach kombiniert sich mit einem Walmdach. Weitere Mischformen lassen sich auch mit dem wohnpraktischen Mansarddach realisieren. So kombiniert sich das Mansarddach mit einem Giebel- oder Walmdach oder besitzt einen Schopf oder Fußwalm.
Dachtypen: Das Pultdach in der modernen Architektur
In der Architektur der heutigen Zeit sucht man nach Ausbauideen für moderne Hausformen. Ein Pultdach wird somit zu einem abgeschleppten Pultdach, wobei das lange Dachflächenstück weit zum Boden reichen kann.







