Dachtyp: Das Satteldach

Dachtyp: Das Satteldach

Zweifellos ist das Satteldach die Dachform, welche man am häufigsten in unseren Breiten findet. Trotz regionaler Besonderheiten setzte sich das Satteldach in seiner ursprünglichen Form bis heute durch. Zwei, im First miteinander verbundene, gegeneinander geneigte Dachfläche bilden das Grundsystem.
 
Als Sparren- oder Pfettendach ausgeführt, hat sich diese Dachform architektonisch wie konstruktiv bewährt.
 
Das Sparrendach bildet einen freistehenden Dachstuhl ohne stützende Pfosten. Das Pfettendach hingegen besitzt einen Dachstuhl, bei dem die Sparren auf sogenannten Fußpfetten (z.T. Mittel- oder Firstpfette), Längsbalken im Dachstuhl, aufliegen. Die Pfetten werden von Pfosten getragen oder durch schräge Streben aufgefangen, was als liegendes Pfettendach bezeichnet wird.
 
 
Auch unterschiedliche Dachneigungen oder Traufhöhen schaffen eine vielfältige Variation an Satteldach-Ausprägungen. Das Zeitlose an dieser Form hat sich über Jahrhunderte bewährt. Schlicht in seiner Grundform bietet es gegen jede Witterung Schutz. In Regionen mit starkem Wind und Regen werden Satteldächer mit steilem Neigungsgrad errichtet, um beispielsweise eindringendem Wasser vorzubeugen. Hingegen sind Satteldächer in Berg- und Alpenregionen in einem niedrigeren Neigungsgrad gehalten, um Schneemassen aufzufangen, und um der Gefahr eines unkontrollierten Rutschens/Abgangs Einhalt zu gebieten.
 
 
 
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