Dachtyp: Das Mansarddach
Dachtyp: Das Mansarddach
Das Mansarddach geht auf den Namen des französischen Architekten Jules Hardouin-Mansart (1648-1708) zurück, obwohl die Bezeichnung nur irrtümlich auf den Erbauer des Invalidendoms in Paris zurück geht. Doch diese Form trat schon vor ihm auf. Er machte sie jedoch populär, indem er diese Art der Dachbau-Technik in zahlreichen seiner Prunkbauten anwendete. Im 18. Jahrhundert verstand man in Frankreich unter einem Mansarddach ein sogenanntes „gebrochenes Dach“. Es sollte den Einbau bewohnbarer, kleiner Räume erleichtern.
Bei dieser Form läuft das Dach nicht wie bei den meisten anderen Dächern spitz nach oben zusammen, sondern geht mit einer stärkeren Neigung zuerst auf wenige Meter und dann mit einer geringeren Neigung (bis minimal nur noch 10-15 Prozent) in die Form eines Satteldaches über. Somit wurden Mansarden in früheren Zeiten dazu genutzt, Wohn- und Schlafräume unter dem Dachstuhl zu schaffen. Der Platz, der aufgrund der nahezu geraden Dachwände entsteht, wird bis heute als Wohnraum genutzt. Nur hat der Begriff „Dachgeschosswohnung“ das „Mansardenzimmer“ abgelöst.







