Dachtyp: Das Krüppelwalmdach

Dachtyp: Das Krüppelwalmdach

Der Begriff Krüppelwalm bezeichnet einen nur aus dekorativen Gründen bestehenden, kleinen Walm. Und ein Walm ist wiederum eine dreieckige Dachfläche. Es hat eine lange historische Tradition. Es kommt dort zum Einsatz, wo ein Steilgiebel an der meist gefährdetsten Stelle – dem Dachfirst – geschützt werden muss. So hebt sich diese Dachform mit einer eigenständigen Optik hervor. Noch heute wird es gewählt, um den Giebel vor allzu rauer Witterung zu schützen.

Krüppelwalmdach oder Schopfwalmdach


Neben dem Begriff „Krüppelwalmdach“ wird häufig auch die Bezeichnung „Schopfwalmdach“ verwendet. Der Krüppelwalm ähnelt einem Haarschopf, der der Hausfront ein Gesicht zaubert. Im Alltag sieht man nur ab und an ein Krüppelwalmdach aus dem Dachwald blinzeln. In den Alpenregionen sind sie neben flachen Satteldächern des öfteren zu sehen.

Krüppelwalmdach: Dachkonstruktion mit verkürzten schrägen Dachflächen


Unter Krüppelwalm oder Krüppelwalmdach versteht man daher eine Dachkonstruktion, die an den Giebelseiten eine oder zwei schräge Dachflächen hat, ähnlich einem Walmdach. Diese kleinen Flächen sind jedoch nur teilweise, in verkürzter Form angelegt. Was übrig bleibt ist ein trapezförmiger Restgiebel, auf den die Dachfläche aufgelagert ist. In der Regel werden die beiden Seitendachflächen so angelegt, dass sie etwa die Hälfte der seitlichen Schrägen erreichen. In der Regel beträgt die minimale Größe der „Krüppelflächen“ ein Drittel der Giebeldachflächen, maximal drei Viertel.
 
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