Tondachziegel und Dachsteine im Vergleich

Tondachziegel und Dachsteine im Vergleich

Auch wenn Tondachziegel auf eine wesentlich ältere Geschichte zurückblicken können, weisen Dachsteine heute dieselbe Qualität und Belastbarkeit auf. Beide erfüllen alle wichtigen Funktionen, die man von einem Dach erwartet. Und die die vierte Hausfassade einfach erbringen muss. Zum einen bieten Tondachziegel und Dachsteine gleichsam Schutz vor klimatischen und umweltbedingten Einflüssen, zum anderen ermöglichen sie es, das Dach ganz nach Geschmack zu gestalten oder so, dass es sich gut in die jeweilige Gegend einfügt.

Tondachziegel: Tradition auf modernen Dächern


Bevor der erste Tondachziegel gebrannt und der erste Dachstein abgebunden war, verwendeten die Menschen für ihre Dächer Materialien aus ihrer direkten Umgebung wie Stroh, Stein, Holz oder Tierfelle. Vor etwa 2000 Jahren brachten die Römer Dachziegel aus Ton nach Mitteleuropa. Aus diesen entwickelten sich die klassischen Tondachziegelformen Biberschwanz- und Mönch-/ Nonnenziegel, die bis heute erhalten geblieben sind.

Von der Zement-Dachplatte zum Tondachziegel


Ein Meilenstein in der Geschichte des Dachsteins ist die Entwicklung der „Zement-Dachplatten“ von Adolf Kroher im Jahr 1844. Kroher setzte als Erster frostbeständigen Beton als Deckwerkstoff ein. Mit modernen Produktions- und Entwicklungsverfahren verbesserten sich seitdem die Qualität der Dachpfannen, die Form- und Farbvariation sowie die Oberfläche kontinuierlich.

Gepresst oder gestempelt: Wie ein Tondachziegel entsteht


Der Dachziegel besteht hauptsächlich aus tonigen Rohstoffen. Seine Form erhält er durch Strang- oder Stempelpressen. Bei Strangpressdachziegeln wird das Ton-Gemisch an einem Stück durch ein entsprechendes Mundstück gepresst und dabei geformt. Anschließend teilen Abschneider den Endlosstrang in die richtige Größe. Diese Tondachziegel besitzen in der Regel keinen Falz und können bei der Dachdeckung nicht ineinander greifen. Tondachziegel ohne Falz eignen sich deshalb vor allem für Dächer mit einer Neigung über 30 Grad, da hier der Regen schneller abfließt und kein größerer Niederschlagsschutz erforderlich ist. Beispiele für Tondachziegel ohne Falz sind Biberschwanz- (Braas Opal) oder Hohlziegel. Für weniger stark geneigte Dächer sind dagegen Tondachziegel mit Falzen zu empfehlen, die durch das Zusammenfügen einer Ober- und Unterform durch die Presse entstehen. Denn die einzelnen Falze wirken innerhalb der Dachdeckung so zusammen, dass der Deckfalz dabei den darunter liegenden Wasserfalz überdeckt. Dieses so genannte Verfalzungssystem wirkt dabei als Wassersperre und leitet den anfallenden Niederschlag sicher ab. Je nach Ausbildung des Verfalzungssystems und ihrer Form kann man Tondachziegel in verschiedene Gattungen unterteilen. Diese besitzen unterschiedliche Regeldachneigungen. Darunter versteht man die kleinstmögliche Neigung, bei der das Dach trotz extremen Niederschlags noch regensicher bleibt.

Heute großes Angebot von Tondachziegeln


Private Bauherren können aus einem großen Angebot an verfalzten Tondachziegeln wählen. Der Rubin (Gattung: Flachdachziegel) der Marke Braas ist durch seine umlaufende Ringverfalzung besonders regensicher. Dies spiegelt sich auch in der Regeldachneigung von nur 22 Grad wider. Andere Modelle wie der Achat (Gattung: Hohlfalzziegel), der Granat (Gattung: Doppelmuldenfalzziegel) oder der Topas (Gattung: Reformziegel) weisen auf Grund ihrer Verfalzungssysteme unterschiedliche Regeldachneigungen zwischen 22 und 30 Grad auf. Ein besonderes Deckbild erreicht man mit dem Smaragd (Gattung: Rautenziegel), dessen Kanten diagonal zur Traufe verlaufen, und dies bei einer Regeldachneigung von nur 16 Grad. Die verschiedenen Modellformen sind meist regional geprägt. Dabei ist der Achat hauptsächlich in nördlichen Gegenden zu Hause, während der Granat vor allem im Süden verbreitet ist. Der Topas als klassischer Verschiebeziegel ist überregional zu finden, da er sich hervorragend für die Sanierung eignet. Sein Verfalzungssystem erlaubt eine Eindeckung bei variablen Lattenabständen.

Dachsteine - Alternative zum Tondachziegel


Dachsteine bestehen aus Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis. Ein besonderer Vorteil ist ihre energiesparende Herstellung: Dadurch ist die Produktion der Dachsteine besonders umweltverträglich und wirtschaftlich. Das Rohstoffgemisch wird zunächst im Strangpressverfahren auf Aluminiumformen (Pallets) aufgebracht, unter starkem Druck gepresst und danach mit Messern geschnitten. Dachsteine binden in speziellen Kammern bei Temperaturen um 60 Grad Celsius ab. Nach einer Lagerung von rund 28 Tagen erreicht der Dachstein seine endgültige Festigkeit.

Angebot von Dachsteinen - großer Spielraum für Hausbesitzer


Das Angebot an verschiedenen Formen ist auch bei den Dachsteinen groß und lässt dem Hausbesitzer besonderen Gestaltungsspielraum. Wer sich reizvolle Licht- und Schatteneffekte auf seinem Dach wünscht, ist mit der Frankfurter Pfanne der Marke Braas gut bedient. Diese ist seit über 50 Jahren auf deutschen Dächern zu finden und prägt durch ihre ausgeglichene Profilierung maßgeblich das Erscheinungsbild von Einfamilienhäusern. Die asymmetrische Wellenform des Doppel-S Dachsteins verleiht dabei dem Dach optische Tiefe und Lebendigkeit verleihen. Die Harzer und die Taunus Pfanne, weitere Braas Modelle, verleihen Dächern ein anspruchsvolles Deckbild. Dies ist auf die Symmetrie und unterschiedliche Breite der Profilierungen zurückzuführen. Die Harzer Pfanne 7 wird in der Regel bei Wirtschafts- oder Industriebauten eingesetzt. Sie wirkt aber auch auf Wohnbauten trotz ihrer Größe harmonisch und wohl proportioniert. Mit nur 7,5 Stück pro Quadratmeter ist eine besonders rationelle Verlegung möglich. Alle Dachsteine mit Profil haben eine Regeldachneigung von 22 Grad. Hausbesitzern, die Wert legen auf ein harmonisches Deckbild, ist der ebene Dachstein Tegalit mit einer Regeldachneigung von 25 Grad zu empfehlen. Dieser ist durch seine glatte Form ein ausdrucksstarker architektonischer Blickfang. Das Deckbild vermittelt dem Auge eine einheitliche, ruhige Fläche mit geraden Sichtkanten.

Farbenspiel für das Dach


Das Farbspektrum für Braas Dachpfannen reicht von braunen und naturroten Tönen über graue, grüne, blaue bis zu schwarzen Nuancen. Dachsteine erhalten ihre Farbe durch hochwertige Oberflächenveredelungen und werden mit einem matten oder seidenmatten Schimmer hergestellt. Hierbei definiert die Oberfläche „Star“ eine neue Dachstein-Generation: Mit der neuen Star-Technologie kann sich Schmutz an der glatteren Oberfläche nicht mehr so leicht festsetzen und wird vom Regen einfach weggespült. Das Dach behält somit länger seinen sauberen, ausdrucksvollen Charakter. Bei Tondachziegeln kann die Kolorierung jedoch noch von anderen Faktoren abhängen. Naturbelassene Tondachziegel, die als „naturrot“ bezeichnet werden, sind lediglich durch den verwendeten Rohstoff gefärbt. Deshalb kann die Farbe immer leicht variieren. Anders die Engobe, eine Tonschlämme, die ihre charakteristische Farbe durch den Brennvorgang erhält. Je nach Zusammensetzung dieser tonigen Schlämme entsteht beim Brennen die entsprechende Farbe, wie z. B. Kupferrot oder Anthrazit. Die Oberfläche dieser Engoben ist in der Regel matt. Einen seidenmatten Schimmer erhalten die Oberflächen, indem den Tonschlämmen ein geringer Anteil an vorgeschmolzenen Gläsern zugesetzt wird. Diese schmelzen beim Brand und sind für den Glanz verantwortlich.

Große Farbpalette


Hierbei kann man aus einem Spektrum von klassischen Rottönen über Grün bis hin zu geflammten Farben wählen. Für den edlen Anspruch gibt es Dachziegel mit hochglänzenden Oberflächen. Dieser Effekt entsteht durch die Erhöhung des Glasanteils in den Tonschlämmen, der für eine entsprechende Glasurschicht in der jeweiligen Farbe sorgt. All diese keramischen Oberflächen sind auf Grund der hochwertigen Materialien und des anspruchsvollen Produktionsverfahrens witterungs- und UV-beständig, so dass auch nach Jahrzehnten der ursprüngliche Farbton erhalten bleibt.Bewährungsprobe im Windkanal Alle Dachsteine und Tondachziegel werden kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Eigenschaften stetig verbessert. Dazu testen die Entwickler die Braas Dachpfannen unter anderem im eigenen Windkanal. Eine gedeckte Dachfläche wird in den sechs Meter langen und in der Neigung variablen Kanal geschoben. Mit einem starken Ventilator, einer Bewässerungsanlage und Pumpen zur Unterdruckerzeugung können die Experten extreme Wetterverhältnisse simulieren und bei verschiedenen Dachneigungen die Eigenschaften der Pfannen beobachten. Garantierte Hochleistung Ein gutes Indiz für eine hohe Qualität der Materialien ist, ob der Hersteller langjährige Garantien einräumt. Auf Braas Dachpfannen gewährt der Hersteller eine langjährige Garantie gemäß einer besonderen Urkunde. Jede Dachpfanne, die in diesem Zeitraum nicht den auf der Garantieurkunde aufgeführten Güteanforderungen der Europäischen Normung (DIN EN) entspricht, wird ersetzt. Und sollte eine Dachpfanne durch Frosteinwirkung funktionsunfähig geworden sein, übernimmt der Hersteller die ortsüblichen Umdeckungskosten. Für den Hausbesitzer bedeutet diese Garantieleistung maximale Sicherheit.

Tondachziegel und Dachsteine beliebtestes Bedachungsmaterial


Tondachziegel und Dachsteine sind nicht durch Zufall zum beliebtesten Bedachungsmaterial geworden. Die Belastbarkeit, Langlebigkeit, hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit sind ein Garant dafür, dass die Erfolgsgeschichte der Dachpfannen auch in Zukunft weiter geschrieben wird.
 
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