Moselschiefer – ein Baustoff von natürlicher Eleganz
Moselschiefer – ein Baustoff von natürlicher Eleganz
„Die Eigenschaften von Schiefer lassen sich in keinem industriellen Verfahren imitieren“, freut sich Ewald A. Hoppen, Geschäftsführer von Rathscheck Schiefer, über die Wiederentdeckung der natürlichen Qualität am Bau. Das mitteleuropäische Klima mit seinen schnellen Wechseln zwischen Hitze und Kälte stellt hohe Anforderungen an die Dachdeckung, die von Schadstoffen in der Luft regelrecht attackiert wird. Trotzdem hält deutscher Moselschiefer aus Mayen die Dächer oft mehr als ein Menschenleben lang dicht, während künstliche Produkte häufig schon nach 20 bis 30 Jahren ausgetauscht werden müssen.
Die Langlebigkeit des Schiefers ist kein Zufall. Vor 400 Millionen Jahren entstand das Urgestein aus Ablagerungen am Grund der Ozeane. Jahrtausende lange Reifungsprozesse, Druck und Zeit verliehen dem schimmernden Naturstein seine Widerstandsfähigkeit. Beste Erfahrungen mit Schiefer wurden über Jahrhunderte gesammelt. Beim Schiefer muss jedoch nicht nur die Gesteins-, sondern auch die Bearbeitungsqualität stimmen. Besonders wichtig ist, dass die Spaltdicken von ca. fünf Millimetern eingehalten werden. Und auch das Format, also Winkel und Hieb, muss exakt den Vorgaben entsprechen.
Zur hohen Kunst am Dach zählt die „Wilde Deckung“ aus Moselschiefer. Sie gelingt aus der Kombination hochwertiger Materialien und handwerklichem Können, das heute nur noch qualifizierte Schieferdecker beherrschen. Denn bei der Wilden Deckung werden die Steine traditionell Stück für Stück von Hand behauen und erst auf dem Dach endgültig in Form gebracht. Durch Sonne, Schatten und Regen glänzt ein Schieferdach in immer neuen Facetten und gewinnt mit zunehmendem Alter noch an Patina. Bei der Wilden Deckung bestimmt die aufwändige Arbeit den Preis.
Als Königin der Deckarten ist die Altdeutsche Deckung aus Moselschiefer bekannt: Unterschiedlich große Steine ergänzen sich auch auf den kompliziertesten Dächern zu einem eleganten Gesamtbild. Die Altdeutsche Deckung krönt seit Jahrhunderten viele historische Dorf- und Stadtkerne, gibt Burgen, Schlössern und Klöstern ihr Gesicht. Heute wird die Altdeutsche Deckung jedoch nicht nur bei der Sanierung historischer Substanz, sondern auch beim eleganten und modernen Wohnungsbau eingesetzt, wobei verspielte Dachformen durch den Moselschiefer besonders edel wirken.







