Die Verzierung des Dachgiebels
Die Verzierung des Dachgiebels
Die Eckpunkte des Giebels bilden den First und die beiden Traufen. Bei üblichen Dachkonstruktionen stellt sich die Giebelwand in Form eines nach oben spitz zulaufenden Dreiecks dar. Hier ist zum Beispiel ausreichend Platz für ein verspieltes Fenster. Bei den meisten Häusern wird ein Ringanker erforderlich, um die Stabilität des Gebäudes zu gewährleisten – ein über das gesamte Außenmauerwerk geführter, nach Geschossen ausgerichteter und zusammenhängender Stahlbetonüberzug. Der Einbau erfolgt, indem die treppenartige Außenmauern eingeschalt werden, die Bewehrung eingelegt und anschließend betoniert wird.
Die Giebelseiten eines Hauses sind den Witterungs- und Umwelteinflüssen in der Regel intensiv ausgesetzt. Vielfach werden diese exponierten Gebäudeteile daher besonders geschützt – was gleichzeitig reizvolle architektonische Möglichkeiten schafft. Viele Eindeckungsmaterialien machen den Giebel zu einem Dach-Highlight. Neben Tondachziegeln oder alten Eindeckungen wie Reet oder Schilf in den besonderen Fällen ist Schiefer ein beliebter, langlebiger Dachbaustoff.
Denn Schiefer ist der ideale Schutz für den Giebel. Zum einen lässt sich diese Gebäudeseite durch die vielseitigen Deckarten ganz individuell gestalten – über ein halbes Dutzend Verlegemöglichkeiten stehen zur Auswahl. Zum anderen sind farbige Verzierungen aus Naturstein bestens geeignet, das seidige Blaugrau der übrigen Deckung noch schöner zur Geltung zu bringen und den Gestaltungsfreiraum zu erweitern. Nach uralter Tradition schaffen erfahrende Dachdecker aus dem wetterfesten Naturbaustoff kunstvolle Ornamente (Kettengebinde) und Motive. Hexen, Hünen und heroische Träume sind die häufigsten Varianten unterhalb der Schräge – doch noch individueller sind vom Hausbesitzer frei gewählte Bildnisse oder Wappen.
Ideal für das Schutzkleid Giebel ist auch Titanzink. Der witterungsbeständige Werkstoff passt sich an alle Gestaltungswünsche und Formen an, ist wartungsfrei und außergewöhnlich langlebig. Für die Bekleidung von Giebeln bietet sich insbesondere „vorbewittertes“ Titanzink an. Es verfügt sofort über die blaugraue Oberflächenoptik, die sich bei walzblanken Material erst im Zeitablauf durch die Bewitterung vor Ort, also unter Einfluss von Regen, einstellt. Kombiniert mit Gesims-, Fensterbank- oder Attika-Abdeckungen aus Titanzink lässt sich ein werthaltiges, harmonisches Gestaltungsbild am Giebel realisieren.
Spezielle Dachpfannen eignen sich ebenfalls als Eindeckung für den Giebel: Hierbei werden klein- oder großformatige Elemente schuppen- oder tafelförmig angebracht. Durch die Verwendung farblich unterschiedlicher Dachpfannen lassen sich interessante Muster schaffen, die auf jeden Fall ein „Hingucker“ hoch oben sind.
Giebel sollten aber nicht nur äußerlich schön gestaltet sein, sondern auch einen energetischen Nutzen mit sich bringen. In alten Gebäuden ist dieses Bauteil meist nur einschalig gemauert und dadurch oft ein Wärmeleck. Bei einem Dachausbau sollten daher diese Flächen absolut winddicht gedämmt und verkleidet werden. Die Dämmung kann meist unkompliziert zwischen die Unterkonstruktion der Giebelbekleidung eingebaut werden.







