Welche Eindeckung eignet sich für welche Dachform?

Welche Eindeckung eignet sich für welche Dachform?

Nicht jeder Dachstein passt auf alle Dachformen und nicht jede Eindeckung erfüllt ihre Funktion auf unterschiedlichen Dachtypen. Insbesondere bei den ungewöhnlichen Dachformen, wie beispielsweise dem Tonnendach, sind Dachziegel oder Steinwerk nicht möglich.

Unterschiedliche Dachziegelarten für unterschiedliche Dachformen


Grundsätzlich gilt bei den Standarddachformen, dass der Dachstuhl das Eigengewicht und die Last der Eindeckung und Fenster etc. tragen muss. Trotzdem hat er noch Sturm und Wetter zu trotzen. So werden knapp 75 Prozent der deutschen Einfamilienhäuser mit Tondachziegeln oder Dachsteinen sowie Schiefer gedeckt. Alle drei Eindeckungsarten sind unheimlich vielfältig in ihren Ausführungen, Farbgebung und ihrer Wirkung. Hilfreich erweist sich eine 3D-Konstruktion des eigenen Daches mit verschiedenen Dachziegelarten bei einem Fachmann. Hier gibt es keine Grundsatzregeln, die entscheiden, auf welche Dachform genau welche Eindeckung passt. Eher lässt sich sagen, was gar nicht möglich ist.

Welcher Tondachziegel passt, bestimmt auch die Dachneigung


Aber neben der generellen Form hat insbesondere die Neigung des jeweiligen Daches einen Einfluss auf die Eindeckung. Bei einer Neigung der Dachfläche zwischen null bis fünf Grad kommt eine Dachabdichtung in Frage. Paradebeispiel ist das Pultdach, das in den seltensten Fällen und nur bei größerem Neigungswinkel mit Dachziegelsteinen eingedeckt ist.

Tondachziegel mit wasserdichter Schicht


Alles, was sich über fünf Grad Dachneigung bewegt, kann üblich eingedeckt werden. Die Dachdeckung meint vertikale und horizontale Überdeckungen mit oder ohne Verfalzungen an den fugen der Platten und Tafeln. Die Dachabdichtung hingegen besteht aus bahnen- oder planenförmigen Beschichtungen, die eine die gesamte Dachfläche bedeckende, wasserdichte Schicht bilden.

Dachsteine, Tondachziegel oder Schieferplatten


Die Mehrzahl der deutschen Einfamilienhäuser besitzt ein Steildach mit einem Neigungsgrad von etwa 22 Grad. In der Regel sind solche Dächer mit Dachsteinen, Tondachziegeln oder mit Schiefer gedeckt. Aber auch die Metalldeckung gewinnt zunehmend an Interesse, gibt sie dem Haus einen fortschrittlichen Touch. Dadurch werden vor allem solche Häuser „aufgepeppt“, die eine schlichte Architektur älteren Jahrgangs aufweisen. Sehr wirkungsvoll zeigt sich in diesem Zusammenhang der Baustoff Zink als witterungsbeständige und wartungsfreie Dachschutzschicht. Zink eignet sich vor allem bei Tonnen-, Zwillings-, Parallel- oder Sheddächern. Weniger üblich sind Dächer, die mit Weichmaterialien wie Dachpappe, Reet, Bitumen oder anderen Stoffen gedeckt sind. Zu nennen sind hier u.a. flache Pultdächer.

Tondachziegel auch für Gauben oder Erker


Von einem anderen Detail kann auch die Entscheidung für eine Dacheindeckung abhängig gemacht werden. Sind Gauben oder Erker auf und am Dach vorgesehen, werden diese in der Regel auch mit demselben Eindeckungsmaterial ummantelt, wie die restliche Dachfläche. Allerdings gibt es bei bestimmten Formen auch Ausnahmen und statt dem Tondachziegel werden Metallbahnen etc. hergenommen. Natürlich kann kein Großflächendachziegel eine zarte Gaube schmücken. Solche Extreme sind bei kleinen Gaubenformen ausgeschlossen.

Fachhandwerker beraten zum idealen Tondachziegel


Um sich über die Eindeckungsmöglichkeiten des eigenen Daches zu informieren, um zu sehen, welches Material überhaupt in Frage kommt und welches nicht, ist der Rat des Fachmannes unumgänglich. Er hilft weiter und kann auch die Baustelle besichtigen. Trotzdem sollte auf den eigenen Geschmack gehört werden. Denn in erster Linie liegt das Dachbild in der Hand seines Architekten.
 
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