Solarthermie

Das Kraftwerk auf dem Hausdach

Heizt du noch oder sparst du schon? Dieser abgewandelte Werbeslogan könnte das Motto vieler Solaranlagenbesitzer in Deutschland sein. Denn umsichtige Bauherren wissen: Die Warmwasserbereitung ist mit einem Anteil von 13 Prozent am Energieverbrauch der Haushalte nach der Heizung der größte Energiefresser im Altbau.

Ob zur Heizungsunterstützung oder Brauchwassererwärmung: es gibt zahlreiche gute Gründe für die Installation einer solarthermischen Anlage. Die Nutzung von Solarenergie senkt die Energiekosten sofort und dauerhaft, denn Solarenergie ist kostenlos und unerschöpflich. Doch eine Solaranlage ist nicht nur aus finanzieller Sicht sehr interessant für den privaten Haushalt.

Neben einer enormen Wertsteigerung für das Haus gewährleistet sie auch ein großes Stück Unabhängigkeit von den steigenden fossilen Brennstoffpreisen. Nicht zuletzt gehen Besitzer einer Solaranlage mit gutem Beispiel voran: Sie leisten einen bewussten Beitrag für eine saubere Umwelt und damit zum aktiven Klimaschutz.

Eine Investition, die sich lohnt.

Doch wann macht die Investition Sinn? Spätestens wenn der defekte Heizkessel raus muss, sollten auch Besitzer älterer Häuser über eine Solarwärmeanlage ernsthaft nachdenken. Denn auch nachträglich ist so eine Anlage mühelos vom Fachmann einzubauen. Sogar wenn das Dach nur neu eingedeckt werden muss, ist es ratsam, die Solarkollektoren gleich mit einzuplanen. Zu beachten ist, dass sich die höchste Ausbeute bei einem nach Süden ausgerichtetem Dach mit einer Dachneigung von 45 Grad ergibt. Starke Verschattung ist jedoch deutlich schlechter als eine Abweichung von der idealen Ausrichtung und daher grundsätzlich zu vermeiden.