Photovoltaik und Solarenergie

Optimale Montage und Installation 

Was macht den optimalen Standort für Solaranlagen aus?

Allgemein kann man zunächst einmal sagen, dass je weiter südlich sich der Standort für die Photovoltaikanlage oder die Solarthermie befindet, desto besser sind die Einstrahlungswerte und damit die zu erwartende Energieeffizienz. Dies liegt darin begründet, dass die Sonnenbahn umso steiler verläuft, je näher sie sich am Äquator befindet. Zur Beurteilung von regionalen Besonderheiten wie Nebelbildung in Flusstälern oder unreiner Luft in Großstädten gibt es sogenannte Einstrahlungskarten und spezielle Software wie z.B. PVGIS, welche gezielt Einstrahlungswerte ermitteln können.

Je nach Bedingung kann dann sogar ein nördlich gelegener Standort lukrativer sein als ein weniger prädestinierter Standort im Süden. Darüber hinaus kann je nach Lage des Daches die Intensität der Sonneneinstrahlung schwanken und somit unmittelbaren Einfluss auf den Ertrag der Anlage nehmen. Und auch Jahreszeiten unterwerfen der Leistung der Anlage gewissen Schwankungen. Bei der Planung einer Solarthermieanlage für die Warmwassergewinnung sind die Faktoren ähnlich zu bewerten.

Ein reines Süddach liefert grundsätzlich die beste Energieefizienz, wobei auch Dächer mit Süd-West und Südostausrichtung für Photovoltaikanlagen in Frage kommen. Hat man die Wahl zwischen einem Südwest- und einem Südost-Dach, so sollte man das West-Dach bevorzugen, da bei diesem das gegebene Ausfallrisiko durch Früh- und Hochnebel deutlich reduziert werden kann. Das Dach darf von der optimalen Südausrichtung bis zu 50º nach Ost oder West abweichen. Je mehr Abweichung jedoch von der Südachse eintritt, desto wichtiger wird der Neigungswinkel des Daches.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für eine Dachmontage ist die Statikprüfung des Daches und des Gebäudes auf welchem die Solaranlage installiert werden soll, wenn das Dach zukünftig neben der Last der Solaranlage auch weiterhin Wind- und Schneelasten tragen soll. Darüber hinaus müssen auch Solarmodule, Befestigungsmaterialien und Dachanschlüsse nach bestehenden Normen und entsprechend der Wind- und Schneezone sowie spezieller Lasten montiert werden.

Je besser und lukrativer der Standort, desto mehr Interessenten zur Teilhabe oder Pacht am jeweiligen Dach wird es geben. Eine Überlegung, die finanziell durchaus attraktiv sein kann. Denn mögliche Investoren zahlen eine Pacht für die Nutzung Ihres Solardachs mit Photovoltaik. Dies bedeutet unter Umständen eine gesicherte Einnahmemöglichkeit über viele Jahre.

Worauf muss bei der Montage von Photovoltaik oder der Installation von Solarthermie geachtet werden?

Bei der Montage von Photovoltaik oder Installation von Solarthermie auf dem Dach bildet der Neigungswinkel des Daches die wichtigste Komponente bei der Rentabilitätsberechnung. Rein mathematisch gesehen bildet der rechte Winkel zur Sonne das Optimum zur Aufnahme von Strahlungsenergie. Dieses mathematische Optimum von 90º ist jedoch in der Realität der Sonnenstrahlung mit den Jahreszeiten und dem wechselnden Stand der Sonne im Zenit kaum zu erreichen, so dass in unseren Breiten der optimale Neigungswinkel zwischen 25 – 35º liegt. Dann ist der Einstrahlungs- und Reflektionsverlust am geringsten.

Aufstellwinkel zwischen 10° und 50° liefern jedoch ebenfalls noch sehr hohe Erträge (über 90% vom optimalen Winkel). Bei einer Abweichung nach Südosten oder Südwesten um ca. 45° ist mit einer Energieeinbuße von 5-10% zu rechnen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist darauf zu achten jegliche Verschattung z.B. durch Schornsteine, Bäume oder andere Objekte zu vermeiden da dies die Leistung enorm verringern kann. Denn ein beschattetes Solarmodul kann man mit einem verstopften Wasserrohr vergleichen.

Da die Photovoltaik und Solarthermieanlagen bis zu 30 Jahren im Einsatz bleiben können ist es dringend anzuraten vor der Installation und Montage der gesamten Anlage den Ist-Zustand des zukünftigen Solardachs zu prüfen und gegebenenfalls zu sanieren. Auch der Einbau von weiteren Dachfenstern und die Dacheindeckung sollte nochmals kontrolliert werden. Im Zuge einer Dachsanierung könnte dann z.B. auch die Integration von Photovoltaikmodulen, so genannte Solarsysteme mit kompletter Dachanbindung z.B. des Herstellers Braas, in Erwägung gezogen werden.

Die Montage von Photovoltaik und Installation von Solarthermie auf dem eigenen Hausdach kann also aus vielerlei Hinsicht sehr lukrativ und energieeffizient sein. Verfügt man über den optimalen Standort und die passende Dachausrichtung lässt sich Elektrizität und Heizwärme generieren und nutzen. Zugleich bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur finanziellen Förderung im Rahmen einer energetischen Sanierung des Daches. Mit einem professionellen Berater und der Unterstützung der Hersteller lässt sich so ein ertragreiches Optimum aus bestehenden Ressourcen erzielen.