Dachentwässerung mit System

Bei starken Regenfällen oder Tauwetter in verschneiten Gebieten ist es enorm wichtig, dass das Dach von Stauwasser befreit wird. Dies geschieht am einfachsten durch ein System aus Dachrinne und Fallrohr, durch welches Regen- und Tauwasser kontrolliert abgeleitet wird.

Wenn die Temperaturen wieder über Null klettern, schmelzen Schnee und Eis, die sich auf dem Dach angesammelt haben. Um dieses Schmelzwasser optimal abzuleiten ist ein funktionierendes Entwässerungssystem notwendig. Gerade in Regionen, in denen jährlich größere Schneemengen fallen, sollten Hausbesitzer ein auf ihr Dach und Haus abgestimmtes System achten. Aber auch in Gebieten mit immer wieder kehrenden, starken Regelfällen sind Dachrinne und Regenfallrohr von großer Wichtigkeit.

Bei den Dachrinnen wird zwischen dem Ort der Montage, ihrer Form und dem verarbeitetet Material unterschieden. Zur Auswahl stehen Hängerinnen, aufliegende Rinnen, in der Dachfläche integrierte Rinnen und solche, die direkt am Dachrand liegen. Sie können halbrund, kastenförmig oder keilfärmig sein und aus feuerverzinktem Stahlblech, Kupferblech, Aluminiumblech, Zink oder Kunststoff bestehen. Normalerweise werden Dachrinnen, unabhängig von Form und Material, mit 0,5 bis 2 Prozent Gefälle verlegt. Jedoch stellt die komplett waagrechte Montage keinen Baumangel dar, solange sich durch anstauendes Wasser das Ablaufvolumen der Rinne nicht so verkleinert, dass es der Norm entsprechend zu niedrig ist. Der Einbau eines zusätzlichen Fanggitters über der Rinne empfiehlt sich, damit es nicht zu Verstopfungen durch Blätter und anderen Schmutz kommt.

In schnee- und eisreichen Regionen lohnt es sich, darüber nachzudenken, zusätzlich eine Dachrinnenheizung einzubauen. Sie sorgt dafür, dass das durch die Wärmeabgabe von Gebäuden und Sonneneinstrahlung entstehende Schmelzwasser barrierefrei ablaufen kann und es nicht durch Vereisungen zum Wasserstau kommt. Dies ist besonders von Bedeutung bei innenliegenden Rinnen, wo durch Eispfropfen bzw. -barrieren nachfolgend ablaufendes Schmelzwasser aufstaut und in das Gebäudeinnere eindringen kann.

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