Vorzüge eines Steildaches

Die Krone des Hauses

Steildächer bieten viele attraktive Vorteile. So ist ein ausgebautes Dachgeschoß für viele Hausbesitzer ein Traum: Sei es als gemütlicher Rückzugsort, in dem man den Alltag vergessen kann, oder auch ein Spielparadies für Kinder. Darüber hinaus bieten Steildächer Möglichkeiten zur Energiegewinnung und zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus.

Ein Steildach ist die Krone des Hauses: Es ist entscheidend für das Erscheinungsbild und die Schönheit des ganzen Gebäudes. Das Steildach schützt durch seinen sorgfältig abgestimmten Aufbau vor den Einflüssen der Witterung und trägt bei entsprechender Wärmedämmung zur Energieeinsparung bei. Es bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und behagliches Wohnen im Raum unter dem Dach. Darüber hinaus sind Steildächer mittel- und langfristig auch günstiger als Flachdächer, wie eine Studie der TU Wien ermitteln konnte. „Das Steildach erzielt bei einer Lebenszyklus-Evaluierung sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht ähnliche beziehungsweise sogar bessere Werte“, fasst die Studienleiterin Dr. Kovacic zusammen.

Investition und Folgekosten

Betrachtet man die Kosten für die Dachhülle inklusive der Konstruktion, ist das Steildach sowohl in der Anschaffung als auch im Lebenszyklus von circa 50 Jahren günstiger. Die höheren Gesamtkosten eines Flachdaches ergeben sich aus mehreren Faktoren. Zum einen ist die Anschaffung etwas teurer, da für eine qualitativ hochwertige Konstruktion eine Stahlbetondecke, Aufbau samt Gefälldämmung und Folien verwendet werden müssen. Außerdem fallen beim Flachdach nach 15, 30 und 45 Jahren Erneuerungskosten an. Darüber hinaus sind jährliche Instandhaltungskosten zu berücksichtigen.

Ausbau: Gleich oder später

Der wohl größte Vorteil des Steildaches besteht in der Möglichkeit, die Bruttogeschossfläche durch einen Dachgeschoss-Ausbau zu vergrößern. Im Lebenszyklus ändern sich das Nutzungsverhalten und der damit verbundene Wohnraumbedarf mehrfach. Die Entscheidung für ein Flachdach ist – was das Platzangebot betrifft – eine endgültige. Sollte man zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlichen Raum schaffen wollen, ist dies nur durch Anbauten möglich. Die Wahl eines Steildaches räumt den Hausbewohnern die notwendige Raumflexibilität ein.

Energiegewinnung auf dem eigenen Steildach

Bauherren und Architekten setzen im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) und energieeffizienter Bauweisen konsequent auf regenerative Energiequellen. Besonders beliebt sind Solarthermie und Photovoltaik. Steildächer bieten sich durch ihre Neigung für Solaranlagen an. Anders als beim Flachdach bedarf es keiner Träger zur Anpassung des Winkels. Interessant und lukrativ dabei: Schon 25 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf dem Steildach decken den Strombedarf eines 4-Personen-Haushalts.

Optimaler Schutz gegen Wind und Witterung

Das Dach ist ein wichtiger Bestandteil der schützenden Gebäudehülle. Unterschiedliche Witterungseinflüsse können Schäden am Gebäude verursachen. Optimalen Schutz bietet ein Steildach, denn es leitet anfallendes Regenwasser vom Gebäude weg. Zudem schützen Dachüberstände die Hausmauer gezielt vor Feuchtigkeit. So kann auch eine Verstopfung der Dachrinne durch Blätter und Schmutz keine weitreichenden Folgen. Auch extremer Wind und Orkanböen sind für Dächer eine Herausforderung. Vor allem Flachdächer unterliegen einer starken Sogwirkung, die das Eindeckungsmaterial beschädigen kann. Steildächer hingegen brechen die Windkräfte und sind damit besser geschützt.

Angenehmes Raumklima ohne Überhitzung

In der Regel ist ein Steildach zweischalig konstruiert. Zwischen der Deckenkonstruktion des Unterdachs und der Dachhaut befindet sich ein Zwischenraum, in dem Luft zirkuliert. Einerseits besitzt Luft gute Dämmeigenschaften, wodurch sich das Dach allgemein weniger aufheizt. Andererseits fließt Wärme schnell ab. Es entsteht also gewissermaßen ein Entlüftungskanal, der für angenehme Frische im Sommer sorgt und im Winter als zusätzliche Dämmung fungiert. Beim  Flachdach ist meist die oberste Decke aus Stahlbeton zugleich das Dach. Diese lässt weder Wärme noch Feuchtigkeit ausreichend diffundieren. Eine Luftzirkulation findet nicht statt.

Genauere Informationen zum Thema finden Sie in den folgenden Bereichen:

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