Steildach

Die Dachform mit eingebauten Vorteilen

Steildächer bieten zahlreiche Pluspunkte fürs Wohnen, überzeugen aber auch unter wirtschaftlichen und energetischen Aspekten. Kein Wunder also, dass das geneigte Dach bei Deutschlands Bauherren die Nummer 1 ist – und auch bleiben wird.

Wohntraum ganz oben

Ein ausgebautes Dachgeschoss erweitert die Möglichkeiten fürs behagliche Wohnen im eigenen Haus um viele Quadratmeter, die nach Belieben und Bedürfnissen genutzt werden können. Sei es als gemütlicher Rückzugsort, in dem man den Alltag vergessen kann, als Spielparadies für Kinder oder als ruhiger Raum fürs Home-Office – der Kreativität sind beim Steildach kaum Grenzen gesetzt. Was das Dachgeschoss stets besonders attraktiv macht, ist die einzigartige Kombination aus Behaglichkeit unter den Schrägen und dem Weitblick, der sich aus dem obersten Geschoss eröffnet.

Steildach-Ausbau: Wertvolles Potential

Der wohl größte Vorteil des Steildaches besteht in der Möglichkeit, die Bruttogeschossfläche durch einen Dachgeschoss-Ausbau zu vergrößern. Der Bedarf dazu ergibt sich oft ganz automatisch: Im Lebenszyklus eines Hauses ändern sich das Nutzungsverhalten seiner Bewohner und der entsprechende Wohnraumbedarf mehrfach. Ein geneigtes Dach bringt hier die erforderliche Flexibilität mit. Die Entscheidung für ein Flachdach ist – was das Platzangebot betrifft – hingegen eine endgültige. Sollte man nach dessen Fertigstellung zusätzlichen Raum schaffen wollen, ist dies nicht so einfach möglich, denn An- und Aufbauten sind genehmigungspflichtig und kostenintensiv.

Darüber hinaus kommt ein Steildach den Bauherrn mittel- und langfristig auch noch günstiger als ein Flachdach, wie eine Studie der TU Wien ermitteln konnte. „Das Steildach erzielt bei einer Lebenszyklus-Evaluierung sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht ähnliche beziehungsweise sogar bessere Werte“, fasste die Uni das Ergebnis ihrer Untersuchung zusammen.

Optimale Sicherheit für die Immobilie

Allein schon durch seine Form bildet ein Steildach den bestmöglichen Schutz gegen Feuchtigkeit, die die Bausubstanz gefährden könnte. Denn Regen- und Tauwasser laufen dank Schwerkrafteffekt von alleine ab, ohne dass komplizierte Entwässerungssysteme erforderlich wären. Zudem schützen Dachüberstände die Fassade vor Feuchtigkeit. Selbst extremen Windstärken, sogar Orkanböen, kann ein Steildach hervorragend widerstehen: Es bricht die Windkräfte und verringert die Sogwirkung, was Schäden infolge von Abhebung des Deckmaterials wirksam vorbeugt. Diese Schutzfunktion kann ein Steildach ohne besondere Wartung über viele Jahrzehnte erfüllen – eine langlebige Konstruktion, die sich seit Jahrhunderten zu Recht großer Wertschätzung bei Bauherren wie Architekten erfreut.

Angenehmes Raumklima übers ganze Jahr

Ein geneigtes Dach wirkt konstruktionsbedingt ausgleichend auf das Raumklima: In der Regel ist es zweischalig konstruiert. Zwischen der Deckenkonstruktion des Unterdachs und der Dachhaut befindet sich ein Zwischenraum, in dem Luft zirkuliert – gewissermaßen ein Entlüftungskanal, der für angenehme Frische im Sommer sorgt und im Winter als zusätzliche Dämmungszone fungiert. Das Ergebnis: Unterm Dach fühlt man sich zu jeder Jahres- und Tageszeit wohl.

Hervorragende Energie-Ernte auf dem Steildach

Immer mehr Hausbesitzer nutzen regenerative Energiequellen und machen sich dadurch unabhängiger von teurer Bezugsenergie. Photovoltaikanlagen und Solarthermie sind schon jetzt auf vielen deutschen Dächern im Einsatz und technisch so ausgereift, dass sie problemlos installiert und betrieben werden können. Aufgrund ihrer Neigung sind Steildächer ideale Träger für Solaranlagen – sie bieten einen optimalen Einstrahlungswinkel und sorgen damit eine exzellente Ausnutzung der kostenlosen Sonnenenergie: Schon 25 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf dem Steildach decken den Strombedarf eines 4-Personen-Haushalts.

Mehr Informationen zu den Vorteilen eines Steildachs finden Sie hier:

Steildächer schützen optimal gegen Witterungseinflüsse

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Energiegewinnung auf einem Steildach

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