REPORTAGEN

Wohnen ohne Heizkosten unter einem Braas Dach

Seit mehr als 60 Jahren und mit mehr als 800 Mitgliedern versteht sich die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft als eine große Selbsthilfe- Organisation in Pfungstadt mit dem Ziel, das Wohnen lebenslang bezahlbar zu machen.

Für die ökologische Komplettsanierung ist auch die Wahl eines umweltfreundlichen Bedachungsmaterials erforderlich
Für die ökologische Komplettsanierung ist auch die Wahl eines umweltfreundlichen Bedachungsmaterials erforderlich

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Mit einem Wohnungsbestand von 554 Wohnungen wird eine Bilanzsumme von ca. € Mio. 20,8 erwirtschaftet.

Energetische Sanierungen im Vordergrund


Um den gestiegenen Ansprüchen der Mieter zu genügen, wird der Wohnungsbestand umfassend saniert. Im Vordergrund stehen dabei energetische Sanierungen mit dem Ziel, angemessene Mieten für die Bewohner sicher zu stellen.

Sanierungskonzepte optimieren


Die Gewobau Pfungstadt ist eine typische Wohnungsbau-Genossenschaft mit der Historie des öffentlich finanzierten Wohnungsbaus. Zwei Drittel der Wohneinheiten sind nach den Maßgaben der 90er Jahre modernisiert und müssen unter den aktuellen Bedingungen optimiert werden. Für ein Drittel des Bestandes waren grundlegend neue Konzepte erforderlich.

Sanierungsziel: Wohnen ohne Heizkosten


Mit dem Pilotprojekt „Goethestrasse 80“ sollte nachgewiesen werden, dass durch Energieeinsparung die Finanzierung der Gesamt-Maßnahme möglich ist und die Mieter unabhängig von steigenden Energiekosten werden. „Wohnen ohne Heizkosten“ war das Ziel der Gewobau. Die Zusammenarbeit mit den Mietern war ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Sanierungsmaßnahme, da die Modernisierung im bewohnten Zustand erfolgte.
In Abstimmung mit den Mietern wurde der Umbau realisiert und der Energiebedarf um über 80 % gesenkt. Mit der Unabhängigkeit von steigenden Energiekosten wird für die Mieter echte "Warmmiete" Realität.

Investoren-Nutzer-Dilemma!


Bei energetisch hochwertigen Modernisierungen zeigt sich grundsätzlich, dass der hohe Nutzen für den Mieter, verbunden mit Komfortgewinn, Einsparung an Heizkosten dem Investor keinen Ertrag in Form wesentlich erhöhter Kaltmieten erbringt. Eine Möglichkeit zur Beteiligung beider Institutionen ist die Konzeption einer Modernisierung des Objekts als Null-Heizkostenhaus mit einem Warmmietmodell. Damit dieses Modell umgesetzt werden kann, darf das Gebäude nur einen geringen Heizwärmebedarf haben, den der Investor risikolos tragen kann. Der Investor profitiert von einer höheren Warmmiete und kann die entstehenden Energiekosten damit decken. Der Mieter profitiert langfristig von einer von der Energiepreisentwicklung unabhängigen Warmmiete.

Für das Modell-Projekt bestand im Jahr 2007 eine Kaltmiete von EUR 5,01/m². Für Heizkosten und Warmwasser waren EUR 1,53/m² festgesetzt. Nach erfolgter Projekt-Realisierung wird ab Januar 2009 eine Warm-Miete für fünf Jahre von EUR 7,50/m² festgesetzt.
 
Bildquelle: Braas

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