Selbstbewusster Hintergrund- Schieferfassade im Kontrast

Die Liegenschaft „im unteren Feldli“ gehört seit rund 150 Jahren der Familie Steiner. Sie sind an diesem Ort Architekten in der vierten Generation. Das Anwesen besteht aus einem denkmalgeschützten sechsgeschossigen Bürgerhaus, Nebengebäuden, bäuerlichen Barockgarten, Schattenhäuschen und Einfriedung. Eines der Nebengebäude war seit Jahren ungenutzt und baufällig. Nach Abriss entstand an dieser Stelle, am Rande der Liegenschaft und am Saum des Ortes das neue Zweifamilienwohnhaus.
Selbstbewusster Rahmen für die Denkmalpflege
Der Logik des Ortes entsprechend, setzt der Neubau als Repräsentant der Gegenwartskultur auf dieser Liegenschaft einen weiteren Akzent, ohne damit den historischen Kontext zu dominieren. Die dunkle, im Licht edel schimmernde Schieferfassade wählten die Architekten wegen ihrer feinen charaktervollen Struktur und zusätzlich wegen des günstigen Preises. Schiefer wirkt hier elegant und schlicht zugleich. Die gewählte Materialisierung erweitert den traditionellen baulichen Rahmen und ergänzt mit einer zusätzlichen Klangfarbe das Ensemble zu einem harmonischen Ganzen.
Die Architekten interpretieren die Geschichte des Ortes mit den Mitteln der zeitgenössischen Architektur. Dabei entstand ein Gebäude, das allseitig in einen spannungsvollen Dialog mit der Geschichte des Ortes tritt, darüber hinaus aber auch für sich selbst ein Ort von bemerkenswerter Lebensqualität darstellt. Rathscheck Schiefer lieferte die Fassadenplatten als waagerechte Rechteck-Deckung aus Schiefern der Größe 40 x 25 cm. Hinter der Fassade des Niedrigenergiehauses, in der Schweiz Minenergiehaus genannt, wurden 18 cm Steinwolle verbaut.

- Zurückhaltend aber doch selbstbewusst: Eine moderne Schieferfassade im Kontext historischer Bauten am Rande des Ortes Schwyz in der Schweiz.

- Die waagerechte Rechteck-Deckung in Schiefer gilt als relativ preiswert. In der Sonne edel seidig glänzend, taucht der Schatten die Flächen in neutrales Dunkel.

- Spannungsvoller Dialog zwischen Schiefer und Holz.

- Fotos: Rathscheck Schiefer
















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