Neue Fördermittel helfen bei der Dach-Sanierung

Asbest gilt als eine der größten Bausünden des 20. Jahrhunderts. Bis 1993 wurde der als krebsgefährlich geltende Baustoff in Deutschland legal verarbeitet. Im Jahr 2009 liegen auf deutschen Dächern und Fassaden schätzungsweise noch mehr als 500 Millionen Quadratmeter asbesthaltige Dachplatten, von denen eine zunehmende Gefährdung ausgehen kann. Fachleute schätzen, dass allein durch Wind und Regenwasser jährlich zwischen 100 und 900 Tonnen Asbestfasern von verrottenden Asbest-Platten freigesetzt werden.
Fördermittel für Asbest-Sanierung
Hausbesitzer, die in den kommenden Monaten ihr Asbestdach sanieren, werden nicht länger im Regen stehen gelassen: Sie können auf neue Fördermittel bauen. Wer sein Dach beispielsweise mit dem Naturstein Schiefer erneuert, dabei gleichzeitig eine moderne Dämmung einbaut und die Heizanlage mit Solartechnik kombiniert darf am tiefsten in bundesweite Fördertöpfe greifen: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat das Programm „Energieeffizent sanieren“ aufgelegt. Dabei gilt: Je effektiver die Sanierungsmaßnahmen sind, desto höher kann die Förderung ausfallen. So beträgt der Zuschuss 17,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (maximal 13 125 Euro je Wohneinheit), wenn durch die Sanierung die Neubau-Werte nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) um 30 Prozent und mehr unterschritten werden. Einzelmaßnahmen – wie eine neue Dämmung des Daches - werden mit fünf Prozent oder maximal 2 500 Euro pro Wohneinheit gefördert.
Förderprogramm des Marktführers
Wer sich bei der Dach- oder Fassadensanierung für eine Neueindeckung mit Schiefer entscheidet, kann zusätzlich ein weiteres Förderprogramm des Marktführers Rathscheck Schiefer nutzen: Neben Zuschüssen von bis zu 1 000 Euro wird ein kostenloses Planungs-, Service- und Beratungspaket angeboten. Geld gibt es auch für die Sanierung von Dächern, die mit Bitumenschindeln oder Faserzementplatten eingedeckt sind.
Fördermitteldatenbank für Bauherren
Auf der Internet-Seite www.schiefer.de können sich Sanierer und Bauherren zusätzlich in einer Fördermitteldatenbank informieren, wer weitere Zuschüsse anbietet. Dort sind neben bundesweiten Hilfsprogrammen auch regionale Fördertöpfe von Ländern, Kommunen und Unternehmen gelistet.
„Häufig“, so die Rathscheck-Geschäftsleiter Frank Rummel und Andreas Jäger, „kann die Zukunftsinvestition in die eigenen vier Wände durch mehrere Programme parallel gefördert werden.“ Vor allem in den Neuen Bundesländern besteht massiv Renovierungsbedarf.

Stark im Energie sparen
Speziell für Sanierungsfälle wurde das Aufsparrendämmsystem „Thermosklent“ entwickelt. Moderne Bautechnik hilft dabei Kosten sparen: Die 2,50 Meter langen und 63 Zentimeter breiten Elemente mit Dämmsstoffkernen von 11 bis 21 Zentimetern sind stark in der Energieeinsparung - und leicht wie schnell zu verarbeiten.
Nach wenigen Stunden ist der Dachstuhl dicht
In den meisten Fällen können die selbsttragenden und winddicht zusammensetzbaren Sandwichelemente (zwischen zwei stabilen Hartfaserplatten sitzt der eigentliche Dämmkern) auf die vorhandenen Dachsparren geschraubt werden. Ohne dabei den gesamten Dachstuhl erneuern zu müssen, sind Dächer von Einfamilienhäusern bereits nach wenigen Stunden wieder dicht – und perfekt gedämmt. Im Sommer bleibt die Hitze draußen und im Winter die Wärme drin. Die maximal 37 Kilogramm schweren Einzel-Elemente überbrücken dabei sogar unterschiedliche Spannweiten zwischen den Sparren von bis zu 1,71 Meter - und sie lassen sich nahezu verschnittfrei verlegen. Mit Hand- oder Elektrosägen werden die Randelemente einfach passend geschnitten, der Abschnitt ist – ähnlich wie beim Laminat-Boden – das Anfangsstück für die nächste Dämmreihe. Die Elemente dienen als direkte Unterlage für die Verlegung von Dachschiefer.
Schiefer - einst edel und teuer, heute ein preislich attraktives Naturprodukt
Galt das Urgestein noch in den 70er Jahren als besonders edel und teuer, haben moderne Gewinnungs-, Bearbeitungs- und Verlegetechniken das Naturprodukt preislich attraktiv gemacht. Maßgeblich beeinflusst wird der Quadratmeterpreis für ein Schieferdach von der Deckart. Günstig wie attraktiv ist die „Universal“-Deckung. Moderne Architektur mit klaren Linien unterstützt die Rechteck-Deckung als weitere günstige Alternative. Besonders edel und wertvoll sind die Altdeutsche Deckung und die Wilde Deckung, für die handbehauene Steine aus den Vorkommen des weltbekannten „Moselschiefers“ eingesetzt werden. Schiefer besticht durch einen dauerhaft seidigen graublauen Glanz und ist besonders haltbar: 100 Jahre und mehr sind keine Seltenheit.

Asbesthaltiger Faserstaub eindeutig krebserregend
Einer der spektakulärsten Asbestdach-Sanierungsfälle des Jahres 2009 ist ein Gotteshaus in der Eifel: Die St. Stephanus-Kirche von Nachtsheim (bei Mayen) wurde 1971 mit rund 1500 Quadratmetern asbesthaltigen Platten gedeckt, die jetzt unter schwierigsten Bedingungen entfernt wurden. „Beim Abriss von Asbestdächern ist größte Vorsicht geboten“, warnt das Umweltbundesamt vor dem sorglosen Umgang mit der Altlast, deren unsichtbarer Faserstaub „beim Menschen eindeutig krebserregend“ sei.
Asbestsanierung mit Mundschutz und Schutzkleidung
Gerade in der Sommer- und Herbstzeit machen sich viele Heimwerker an den Abriss von Asbestplatten – und vergessen dabei: Auch der Bauschutt von der kleinsten Laube muss fachgerecht entsorgt werden. Profi-Handwerker sind sogar verpflichtet, Mundschutz und Schutzkleidung zu tragen. Damit die 585-Seelen-Gemeinde in der Eifel wieder sorgenfrei durchatmen kann und gleichzeitig im Winter im Warmen sitzt, entschloss sich die Pfarrei zu einer Komplettsanierung mit Thermosklent-Elementen - und einem neuen Schieferdach aus der Nachbarschaft: In der Nähe von Mayen betreibt das Traditionsunternehmen Rathscheck zwei der modernsten Schieferbergwerke Europas und fördert aus den Tiefen der Eifel vor 400 Millionen Jahre entstandene Steine für die Dächer der Welt. Mit der Rückbesinnung vieler Bauherren auf Naturmaterialien erlebt auch der Schiefer eine Renaissance: Bereits vor 2000 Jahren schürften die Römer in der Eifel nach Schiefer – und deckten ihre Häuser damit.

Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme, St.-Barbara-Str. 3, 56727 Mayen-Katzenberg, Telefon: 02651/9550.














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