ERSTE SCHRITTE

Viele Hände schnelles Ende

Eine Übersicht der beteiligten Gewerke beim Dach(aus)bau.

Bildquelle: Braas
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Ehe ein Dachbau oder Dachgeschossausbau in Angriff genommen wird, muss sich der Bauherr klar machen, welche Handwerker benötigt werden. So lassen sich die Kosten besser kalkulieren. Weil die vielen Fachleute möglichst reibungslos Hand in Hand arbeiten sollten, ist es ratsam einen übergeordneten Baubegleiter zu beauftragen. Dieser neutrale Architekt oder Ingenieur verursacht zwar zusätzliche Kosten, ist aber die beste Absicherung gegen fehlerhafte Ausführungen. Zudem haftet am Ende nicht der Bauherr, sondern eben der Baubegleiter. Der Bauzeitplan, auch Baukalender genannt, ist ein praktisches Hilfsmittel zur Koordinierung.

Dachdecker, Klempner und Zimmerer Hand in Hand


Im Dachhandwerk sind hauptsächlich drei Gewerke tätig. Die Dachdecker, die Klempner und die Zimmerer. Hinzu kommen Firmen aus anderen Gewerken, die meist (Sonder-)Leistungen am Dach erbringen. Jeder dieser Gewerke hat seine Stärken in den einzelnen Leistungsbereichen der Tätigkeiten am Dach.

Der Dachdecker


Der Dachdecker ist für eine breite Palette von Bauarbeiten qualifiziert. Dazu zählt natürlich in erster Linie die Dachdeckung an sich: Der Dachdecker verlegt die Materialien auf der Schräge. Zu seinen Aufgaben gehört es aber auch, Steildächern samt der Unterkonstruktion wie Lattung und Schalung zu erstellen. Überdies passt er die Dachflächenfenster, Ausstiege und Fertiggauben ein. Für Dachentwässerung, vorbeugenden Holzschutz und äußeren Blitzschutz ist der Dachdecker der richtige Fachmann. Wobei der Blitzschutz meist von einer spezialisierten Firma übernommen wird, welche die komplette Anlage - also auch den inneren Blitzschutz - herstellen kann.

Der Klempner


Der Klempner, auch Blechner, Flaschner oder Spengler genannt ist der blechverarbeitende Dach-Handwerker. Wenn das Dach vom Zimmermeister entsprechend vorbereitet wurde, beginnt seine wichtige Arbeit. Traufe, Ortgang, Kamin, Dachdurchdringungen, Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Gaupen, Gesimse, Mauern (Attika) und andere Teile werden mit Blech vor Witterung geschützt. Als Fachmann stellt der Spengler auch Steildächer in Falz- und Leistentechnik etwa aus Titanzink her - samt Unterkonstruktion. Wie der Dachdecker kümmert er sich um alle weiteren Details und montiert überdies Zubehör, wie Schneefanggitter, und Sekundäranlagen, wie Solaranlagen.

Der Zimmerer


Der Zimmerer ist besonders gefragt, wenn es um Holz geht. Er ist der Experte, welcher den Dachstuhl entwirft, herstellt, instandsetzt und restauriert.

Weitere Gewerke für den Dachgeschossausbau


Folgende weitere Gewerke werden häufig benötigt: Ein Trockenbauer installiert Wärmedämmung, Dampfbremse und Innenbekleidung, macht also den Dachraum erst wohnlich. Auch für den Fußboden ist häufig der Trockenbauer zuständig. Der Tischler schafft eine ordnungsgemäße Treppe und verlegt vielleicht ein elegantes Parkett. Der Elektro-Installateur installiert zusätzliche Stromkreise für Steckdosen und Leuchten und verlängert die Telefonleitung nach oben. Eine ähnliche Aufgabe hat der Heizungsbauer: Er erweitert die Anlage mit Rohren und Heizkörpern. Wenn dies die Kapazität des vorhandenen Kessels nicht zulässt, entwirft und verlegt er ein komplett neues Heizungssystem. Maurer werden benötigt, wenn größere Fenster in die Giebelwände kommen. Putzer verkleiden die rohen Wände. Der Metallbauer sorgt für ein stabiles Balkongeländer. Entstehen Bad oder Küche unter der Schräge müssen ein Fliesenleger sowie ein Installateur ran.

 
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