Regenwassernutzung

für Haushalt und Garten

Die Anlagen zur Regenwassernutzung greifen das aufgefangene Regenwasser der Dachrinnen ab und speichern es in einem großen Tank. Je nach Größe und Funktionalität der Anlage dient sie lediglich zur Gartenbewässerung oder liefert das Brauchwasser für die Bewohner im Haus. Moderne Anlagen sind auf dem neusten Stand der Technik und speisen das Regenwasser zum Wäschewaschen oder für die WC-Spülung ein. Eine fachgerechte Planung und die entsprechenden Filter sorgen dafür, dass kein hygienisches oder gesundheitliches Risiko entsteht.

Aufbau der Anlage zur Regenwassernutzung

Eine Anlage zur Regenwassernutzung besteht aus folgenden Komponenten:

  • Zisterne
  • Filter
  • Hauswasserwerk
  • Leitungsnetz

Das Niederschlagswasser gelangt über einen Filter in einen großen Wasserspeicher. Der Einbau dieses Wasserspeichers kann je nach Platzangebot unterirdisch oder im Garten stattfinden. Verwendet werden Kunststofftanks aus Polyethylen. Unterirdisch greift man daneben auch auf Betonzisternen zurück. Nach der Zuführung des Wassers lagern sich Schmutzstoffe am Boden des Speichers ab. Neben dem Zulauf braucht der Kanister einen Anschluss zum Abwasserkanal oder zu einer Sickermulde. Überfüllte Zisternen laufen dann ohne Probleme über und geben das nicht verwendete Regenwasser wieder ab. Für den Verbrauch des Wassers wird es über eine Saugpumpe zu den einzelnen Verbrauchsstellen gefördert. Dabei muss ein eigenes Leitungsnetz in das Haus integriert sein, denn über das Netz der normalen Wasserversorgung darf das Regenwasser nicht geführt werden. Die Leitungen bestehen in den meisten Fällen aus Kunststoff und sind einfach im Haus verlegt. Eine Automatik erfasst permanent den Füllstand und sorgt für eine Nachspeisung mit Trinkwasser, sollte das Regenwasser aus dem Speicher aufgebraucht sein.

Die Größe der benötigten Anlage

Alles steht und fällt mit dem Speicher für anfallendes Niederschlagswasser. Die Größe der Zisterne ist abhängig von der verfügbaren Dachfläche und der zu nutzenden Wassermenge. Geht man von einer Dachfläche von 120 m² aus und berechnet einen jährlichen Niederschlag von 700 mm, wird eine Speichergröße von 3000 Liter benötigt. Ist das Speicherbecken komplett gefüllt und geht man von einem Haushalt mit vier Personen aus, die ca. 150 bis 160 Liter am Tag verbrauchen, reicht der Speichervorrat für etwa 18 Tage.

Wo kommt die Regenwassernutzung zum Einsatz

Eine Anlage für die Gartenbewässerung kann jederzeit eingebaut und nachgerüstet werden. Gerade Altbauten greifen bei der Dachsanierung auf solche Systeme zurück. Umfangreichere Systeme zur Regenwassernutzung benötigen ein eigenes Leitungsnetz und sind daher nur bei Neubauten oder kompletten Gebäudesanierungen zu empfehlen. Das Regenwasser eignet sich hervorragend zum Wäschewaschen und für andere Verbrauchsstellen im Haushalt. Durch das weiche Wasser setzt sich in der Waschmaschine deutlich weniger Kalk ab und spart Waschmittel ein.

Einfache Systeme zur Regenwassernutzung

Mit „intelligenten“ Dachentwässerungssystemen kann man Regenwasser sammeln, ohne dass die Tonne überläuft. Leitungswasser wird so im Garten überflüssig. Das schont den Geldbeutel und ist gut für die Umwelt. Genau funktioniert das System folgendermaßen: Aus dem Fallrohr wird ein Stück herausgesägt und durch einen Regensammler ersetzt. Von dort fließt das Wasser über einen Schlauch – der bis zu fünf Meter lang sein kann – in die Regentonne. Die Tonne muss also nicht direkt an dem Fallrohr stehen. Das Ganze funktioniert jedoch nur, wenn zwei Höhenregeln eingehalten werden. Erstens muss die Ableitung für den Schlauch gleich hoch oder höher liegen als der Eingang in die Tonne und zweitens sollte der Zufluss mindestens sieben Zentimeter unter dem Rand installiert werden. Erreicht dann der Wasserstand die Höhe des Einleiters, versiegt der Wasserzufluss. Dank des Abscheiders fließt nun das Wasser ungebremst durch das Fallrohr ab und eine Überschwemmung wird verhindert Benötigt man kein Gießwasser, wie z.B. im Winter, kann man das System mit einem Hahn auch manuell abstellen.

Bildquelle: Rheinzink

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