Eindeckung mit Schiefer

Wilde Deckung – planlos zum perfekten Hingucker

Bewunderndes Staunen ist garantiert: Ein Haus mit Wilder Schieferdeckung stellt immer eine Attraktion dar, der man mehr als nur einen kurzen Blick schenkt. Kein Wunder – es handelt sich um ein Unikat aus Meisterhand.

Die wichtigste Regel bei der Gestaltung einer Wilden Deckung: Es gibt keine Regel. Nur die Schönheit des Zufalls. Das macht ein derartiges Schieferdach zum einzigartigen Kunstwerk, geschaffen von und für Individualisten. Worauf aber kommt es genau an, damit ohne festen Plan ein perfekt eingedecktes Dach entsteht?

  • Die Schiefersteine werden so verarbeitet, wie sie aufs Dach kommen. Der Dachdecker richtet sie erst dort zu und verleiht ihnen die richtige Form. Frei von jedem Schema, jedem Konzept, jeder Vorlage. Dabei zählt Gespür fürs Detail ebenso wie das sichere Gefühl fürs große Ganze. Diese Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau lässt ein Dach entstehen, das so unverwechselbar ist wie ein Fingerabdruck.
  • Dann werden die Platten, Stück für Stück, an der idealen Position fixiert. Zur Befestigung dienen ganz traditionell Schiefernägel oder -stifte. Erst oben auf dem Dach verwandelt sich also ursprünglicher Schiefer in ein maßgefertigtes Deckmaterial. Die wichtigsten Werkzeuge sind wie seit Jahrhunderten der Schieferhammer und die Haubrücke.
  • Natürlich sollen die einzelnen Schiefer harmonisch ins komplette, eindrucksvolle Deckbild passen – darin liegt die wahre Kunst. Und die beherrschen nur wenige Dachdecker in Vollkommenheit.
  • Ästhetik ist eine Sache, Funktion eine andere – und auch die muss bei der Wilden Deckung stimmen. Schließlich soll das Dach bei aller Kreativität über viele Jahrzehnte hinweg verlässlich dicht und stabil bleiben. Um das zu gewährleisten, arbeitet der Schieferdecker mit Überdeckungen je nach Dachneigung, Sparrenlänge und Lage des Gebäudes.

Ein interessantes Video von Rathscheck zeigt, wie eine Wilde Deckung entsteht und was sie zur begehrten Dachlösung für anspruchsvolle Hausbesitzer macht.


Bildquelle: Rathscheck Schiefer