Tierische Dachfiguren

Schon in der Antike statteten die Bewohner ihre Häuser mit verzierten Dachziegeln aus, um magische Kräfte zu erlangen. Die Ritter des Mittelalters stellten dann bereits Dachreiter auf, um die Umgebung über den Stand des Bewohners aufzuklären. Und auch heute, Jahrtausende später, sind Dachverzierungen noch gern gesehen. Zwar geht es weniger darum, den gesellschaftlichen Stand der Bewohner zu verkünden, als vielmehr das Hausdach mit einem individuellen Accessoire zu verschönern und im besten Fall das Glück anzulocken.

Die Auswahl der erhältlichen Figuren ist beträchtlich: Angefangen von allerlei Tieren, wie beispielsweise Adler, Eule, Fuchs, Katze oder Hahn, bis hin zu lustigen Figuren wie etwa einem Schlafwandler kann der Bewohner aus den verschiedensten Motiven wählen.

Wem neben der Optik zudem noch die Symbolik der Firstfigur wichtig ist, wird jedoch manchmal überrascht sein. Die schwarze Katze ist hier ein gutes Beispiel: Im Alltag verheißt ihr Auftauchen in der Regel Unglück, während sie auf dem Dach als Tonfigur als Glücksbringer gilt, der sogar Reichtum anlocken soll.

Bildquelle: Braas