Schmucke Giebelverzierungen

Der Hausgiebel wird heute bei der Gestaltung oft übersehen. Doch das war nicht immer so. Gerade ältere Häuser zeigen mit aufwendigen Malereien oder Bekleidungen den Wert, der dem Giebel früher beigemessen wurde. Aus diesem Grund sind auch viele dieser alten Giebel denkmalgeschützt und müssen bei Renovierungen als Einzelbauteil erhalten bleiben.

Man muss sich jedoch kein altes Haus zulegen, um in den Genuss eines schönen Giebels zu kommen. Auch moderne Baumaterialien erlauben formschöne Lösungen, die zusätzlich funktionalen Nutzen bringen. Bevor man den Giebel aufmöbelt, wird das Haus jedoch oftmals mit einem so genannten Ringanker stabilisiert: Das Außenmauerwerk wird dabei mit einem Stahlbetonüberzug versehen.

Anschließend lassen sich verschiedene Möglichkeiten in Erwägung ziehen: Denkbar ist beispielsweise ein Überzug aus Schiefer. Der Naturstein bietet den Vorteil von über einem halben Duzend Verlegeoptionen, mit denen sich individuell angepasste Lösungen verwirklichen lassen. Erfahrene Dachdecker können sogar verschiedene Ornamente und Motive herausbilden. Zudem kann das Graublau des Schiefers ideal mit anderen Natursteinen kombiniert werden.

Eine zweite Möglichkeit ist eine Bekleidung mit Titanzink. Biegsam und witterungsbeständig lässt sich auch mit diesem Naturbaustoff eine individuelle Gestaltung des Giebels verwirklichen. Das langlebige und wartungsfreie Material hat darüber hinaus den Vorteil, dass es bereits „vorbewittert“ gekauft werden kann und somit von Beginn an den optischen Reiz der blaugrauen Oberfläche bietet.

Wer neben einem individuellen Äußeren auf einen harmonischen Gesamteindruck Wert legt, kann auch eine Giebelverzierung aus Dachpfannen wählen. Doch auch hier sind Variationsmöglichkeiten gegeben: Klein- oder großschuppig verlegt, mit verschiedenen Tafelschuppen und farblich unterschiedlichen Pfannen lässt sich leicht ein ansprechendes Muster gestalten.

Neben all den optischen Vorteilen bietet eine Bekleidung des Giebels auch den Vorteil, dass das Mauerwerk unterhalb des Firsts besser gegen Wind und Wetter geschützt wird. Oft genug ist das Dreieck nur einschalig gemauert und ist so für einen erheblichen Wärmeverlust verantwortlich. Durch die Bekleidung – sei es nun Schiefer, Titanzink oder eine Dachpfanne – wird das Mauerwerk nachhaltig gedämmt. So sinken die Energiekosten und die Wohnqualität im Dachgeschoss verbessert sich erheblich.

Bildquelle: Rheinzink