Planungsgrundlagen

Nachhaltiges Bauen

Nachhaltigkeit ist ein derzeit viel gebrauchter Begriff. Im Bauwesen setzen Viele nachhaltiges Bauen mit energieeffizientem Bauen gleich. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Natürlich ist die Energieeffizienz beim nachhaltigen Bauen ein großes Thema, doch nicht jedes Passivhaus oder Null-Energie-Haus ist automatisch auch nachhaltig.

Was bedeutet nachhaltiges Bauen?

Nachhaltigkeit basiert auf den vier Säulen, Ökologie, Ökonomie, Soziokulturelle Aspekte und technische Leistungsfähigkeit. Wenn man diese vier Faktoren in Einklang bringen kann, spricht man bei einem Gebäude von einem nachhaltigen Gebäude. Nachhaltiges Bauen bezogen auf das Dach, bedeutet in erster Linie, die verwendeten Materialien so auszuwählen, dass das Dach seine Schutzfunktion über einen möglichst langen Zeitraum mit geringstem Pflegeaufwand gewährleisten kann, im Inneren eine angenehmes, gesundes Wohnklima herrscht, ein geringer Energiebedarf gegeben ist und das Ganze mit dem vorhandenen Budget wirtschaftlich und mit hohem Recyclingpotential umgesetzt werden kann.

Null-Energie-Haus nachhaltiger als Passivhaus

Die Energieeffizienz ist ein Faktor des nachhaltigen Bauens, der insbesondere über die Ökologie zum Tragen kommt. Denn nachhaltiges Bauen bedeutet auch, natürliche Ressourcen zu schonen und damit die Umwelt zu schützen. Je weniger Energie das Eigenheim also verbraucht, umso mehr Ressourcen können über die Nutzungsdauer des Gebäudes hinweg eingespart werden. Von diesem Standpunkt aus gesehen, ist ein Gebäude umso nachhaltiger, je energieeffizienter es ist. Das bedeutet, ein Passivhaus ist nachhaltiger als ein KfW-Energie-Haus, ein Null-Energie-Haus ist nachhaltiger als ein Passivhaus und ein Effizienzhaus Plus wäre momentan das nachhaltigste Gebäude, das man realisieren kann. 

Was ist ein Effizienzhaus Plus?

Ein Effizienzhaus Plus beschreibt ein Gebäude, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Damit hat es eine positive Energiebilanz. Der Gebäudestandard bzw. die Außenhaut weist einen Wärmeschutz ähnlich einem Null-Energie-Haus auf. Die Energie, die das gesamte Gebäude verbraucht, wird meist über Solarthermische- und Photovoltaik-Anlagen gewonnen. Die Flächen sind dabei so groß berechnet, dass nicht nur der Eigenbedarf gedeckt ist, sondern zusätzlich noch Energie produziert wird, die für den Eigenbedarf genutzt oder in das öffentliche Netz als Ökostrom eingespeist werden kann.

Genauere Informationen zum Thema "Nachhaltigkeit" finden Sie in den folgenden Bereichen:

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