DACHKONSTRUKTION

Gutes Fernsehen vom Dach

Tipps für die richtige Montage einer Satelliten-Schüssel auf dem Hausdach.

Bildquelle: Braas
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Wer keinen Kabelanschluss hat oder fremdsprachige Programme empfangen möchte, für den ist eine Satellitenschüssel eine Alternative. Die Dachschräge bietet als Installationsort die besten Voraussetzungen. Folgende Punkte sind zu beachten:
 
Die Satellitenschüssel muss absolut freie Sicht zum Satelliten haben. Richtung Süden, wenn die beiden bekanntesten Satelliten Astra oder Eutelsat empfangen werden sollen. Diese senden mit weiteren Satelliten in ihrem Weltall-Sektor die meisten TV- und Radioprogramme zur Erde. Kein Baum, kein Zweig, kein Balkon und kein Nachbarhaus darf im Weg sein, sonst werden die Signale gestört – die Folge sind Ameisen in der Glotze. Auch zu Störquellen, wie etwa Freileitungskabel, sollte ein möglichst großer Abstand gewählt werden. Als Faustregel für die exakte Ausrichtung gilt: Grob Süden, genauer etwas nach Südosten und etwa 32 Grad nach oben. Im deutschen Bereich sind Schüsseln mit 40 Zentimetern ausreichend. Wer Empfangsreserven haben möchte, was sich bei Regen auszahlt, wählt eine 60 Zentimeter große Schüssel.
 
Das Anbringen des Spiegels am Schornstein ist untersagt. Wenn bereits ein stabiler Antennenmast auf der Südseite existiert, kann dieser mitbenutzt werden. Die Montage der Satelliten-Schüssel an einem eigenen Standrohr stellt hohe Anforderungen an die Abdichtung des Rohr- und Kabeldurchlasses gegen Feuchtigkeit. Hierzu gibt es spezielle Abdeckhauben und Schutzkappen. Für die meisten Bedeckungsmaterialien sind Dachdurchführungen aus Kunststoff erhältlich. Sollte das Standrohr die an der Innenseite der Dachkonstruktion angebrachte Luftdichtigkeitsschicht, also die Dampfbremse, durchstoßen, so sind auch für diese Durchdringungen spezielle Abdichtungsmassnahmen vorzunehmen. Auch in diesem Deatil muß die bauphysikalisch erforderliche Luftdichtheit gewährleistet sein.
 
Das Standrohr muss an tragenden Bauteilen angeschraubt werden. In der Regel ist dies ein Dachsparren oder Kehlbalken. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Standfuß auf die Giebelwand zu schrauben oder den Mast von innen am Giebel zu befestigen. Wandhalterungen sind meist aus Aluminium. Für den Dach-Antennenmast muss allerdings feuerverzinktes Material gewählt werden.
 
Eine Satelliten-Anlage muss vom Hausbesitzer genehmigt werden. Auch lokale baurechtliche Bestimmungen sind zu beachten. Nur fortgeschrittene Heimwerker sollten die Montage selbst vornehmen – besser ist es, einen Profi zu beauftragen. Riskant ist zum einen die Höhe und zum anderen die Gefahr, die Dachhaut dauerhaft zu beschädigen. Zudem kann der Experte mit Messgeräten die Schüssel exakt ausrichten.
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