DACHKONSTRUKTION

Dachüberstand - Bauen mit Vorsprung

Auskragende Dächer bezeichnet man als Dachüberstand. Dieser schützt Fassade und Wohnräume zusätzlich vor Wind und Wetter.

Bildquelle: Rheinzink
Bildquelle: Rheinzink

PDF Export


Von historischen Fachwerkbauten können auch heutige Bauherren noch etwas lernen: Um die hölzerne Fassade vor Regen zu schützen, versahen die Architekten des Mittelalters die Häuser meist mit einem weit über die Fassade hinausragenden Dach. Dieser so genannte Dachüberstand ist heute genauso sinnvoll für den Schutz des Gebäudes – vor Niederschlägen, aber auch vor zu viel Sonne.
 
 
Wo Dach und Fassade beinahe bündig abschließen, trifft der Regen auch die Fassade – mit unschönen und möglicherweise auch teuren Folgen: Zum einen entstehen bald schon hässliche „Rotznasen“ auf der Wand. Zum anderen kapituliert bei Dauerberieselung irgendwann jeder Putz, feine Risse entstehen, Feuchtigkeit dringt ein. Die Folge: Eine verminderte Wärmedämmung sowie Schimmelgefahr. Ein weiter Dachüberstand hält den Regen vom Gebäude fern. Wie bei der Krempe eines Hutes tropft das auftreffende Wasser vom (Bau-)Körper entfernt zu Boden. Bei einem weiten Dachüberstand kann oft sogar auf Holzschutzmittel etwa für Türen, Fenster und Balkone verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil: Ist kein Vordach vorhanden, so ist mit einem Dachüberstand auch der vor dem Haus Wartende geschützt – anderenfalls läuft ihm womöglich das Wasser direkt in den Kragen.
 
 
Auch vor zu viel Sonne kann der Dachüberstand schützen – gerade bei Einfamilienhäusern: Er wirkt wie eine zusätzliche Verschattung und hält starke Sonneneinstrahlung vom Gebäude fern. Somit wird zusammen mit außen liegenden Rollladen oder Klappläden eine Überhitzung der Wohnräume vermieden. Weil diese Bauform gerade in den heißen, südlichen Ländern üblich ist, verbreitet der Dachüberstand zudem ein südliches Flair.
 
 
Einen Dachüberstand lässt sich auf verschiedene Art und Weise konstruieren: In der Regel wird er einfach gleich bei der Planung die Dachfläche über die Fassade hinaus weitergeführt. Doch auch nachträglich lässt sich das Dach noch verlängern – diese Arbeiten sollten allerdings Zimmerleute vornehmen: Die Handwerker verblatten dazu die Balken und befestigen sie mit Bolzen und Unterlagsscheiben.
 
 
Name:
E-Mail:
Ihre Frage:
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Dach-Experte Dach.de

Sponsoren
  • Braas
  • Isover
  • Rathscheck
  • Rheinzink
  • Velux
NEWSLETTER
Der Newsletter rund ums Dach

Immer aktuell informiert sein!
Kostenlos!


PDF Export