DACHFORMEN

Flachdach-Wissen

Laut deutscher Bauordnung gelten Dächer mit einer Dachneigung von 0 Grad bis zu 10 Grad als Flachdach.

Dachformen: Flachdach-Wissen


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Über 10 Grad Dachneigung spricht der Fachmann vom Steildach. Flachdächer sind zumeist bei Gewerbebauten anzutreffen. Mit Einführung so genannter Passivhäuser ist das Flachdach heute zunehmend auch bei Wohnhäusern gefragt.

Schutzfunktion der Dacheindeckung


Während beim Steildach die Schutzfunktion in erster Linie von der Dacheindeckung selbst gewährleistet werden muss, ist beim Flachdach die Dachabdichtung der wichtigste Teil.
Hauptunterschiede zwischen Flachdächern mit Abdichtung und geneigten Dächern mit Dachdeckung sind das Gewicht, die Nutzungsmöglichkeit, die Art der Belichtung innen liegender Räume sowie architektonischer Gestaltungselemente.

Eigengewicht vom Flachdach geringer


Das Eigengewicht der Dachhaut eines Flachdachs ist im Vergleich zum Steildach deutlich geringer. In der Regel ist die Raum abschließende Geschoßdecke Bestandteil der Flachdachkonstruktion. Dies ist meist eine Stahlbetonmassivplatte mit Profilblechen. Dachtragwerk und Dachaufbau müssen bei der Planung als Einheit betrachtet werden. Der beim klassischen Steildach benötigte Dachstuhl samt Lattung, Unterkonstruktion und Deckung entfällt.

Flachdach als Terrasse nutzen


Bei der Nutzung des Flachdachs sind zwei Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Zum einen die obere Dachfläche, die als Terrasse oder Dachgarten genutzt werden kann. Zum anderen der unter dem Flachdach liegende Wohnraum, der frei von Schrägen ist. Dadurch entstehen Wände, die als raumhohe Stellfläche für Möbel dienen. Allerdings geht die besondere Anmutung einer typischen Dachwohnung mit Schrägen verloren.

Natürliche Beleuchtung über Lichtkuppeln


Zur Belichtung eines Wohnraums unter einem Flachdach genügen in der Regel Standard-Fenster, wie sie beispielsweise bereits im Erdgeschoß verwendet werden. Zusätzliches Licht kann über Lichtkuppeln, die ins Flachdach integriert werden, gewonnen werden.

Charme der 60er und 70er Jahre


Häuser mit Flachdach unterscheiden sich von Häusern mit Steildach gravierend in ihrer architektonischen Anmutung. Flachdachbauten haben einerseits den Charme der in den 60er und 70er Jahren bevorzugten Bungalow-Bauweise. Andererseits sind sie heute vor allem bei besonders modernen, teils futuristisch wirkenden Häusern anzutreffen. Flachdächer bieten allerdings weit weniger Gestaltungsvielfalt, als die zahlreichen Dachtypen bei Steildachkonstruktionen.

Langlebige Abdichtung


Flachdächer müssen langlebig abgedichtet und zuverlässig entwässert werden. Typische Materialien zur Abdichtung von Flachdächern sind Bitumen-Schweißbahnen sowie Dichtungs- und Kunststoffdachbahnen. Als besonders langlebig und widerstandsfähig gelten Dichtungsbahnen aus Kautschuk sowie Kunststoffdachbahnen aus PVC und PIB. Außer den genannten Abdichtungen sind auch Dacheindeckungen in Edelstahl möglich, sowie Flüssigbeschichtungen. Einen erheblichen Anteil an der späteren Schutzwirkung hat die handwerkliche Qualität bei der Ausführung der Dachabdichtung. Bereits kleinste Fehler können mittelfristig erhebliche Schäden hervorrufen.
 
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