Fensterpflege

Wie und wann streicht man Dachfenster?

Sieht besser aus und rechnet sich: Mit guter Pflege hat man als Hausbesitzer über viele Jahre Freude an seinen Dachfenstern – und spart sich das Geld für einen eventuell nötigen vorzeitigen Austausch. Während Kunststofffenster materialbedingt auch auf lange Sicht nur minimale Pflege benötigen, profitieren Holzfenster nach einigen Jahren von einem neuen Anstrich. Hier die besten Tipps für neuen Glanz und lange Haltbarkeit:

Der richtige Zeitpunkt

Holzfenster sollten in regelmäßigen Abständen mit Lack nachbehandelt werden, um einen vollständigen Schutz gegen Witterungsbedingungen zu gewährleisten: klar lackierte Ausführungen etwa alle vier Jahre, weiß lackierte alle sieben Jahre.

Kürzere Nachbehandlungsintervalle – zwei Jahre – empfehlen sich bei Dachfenstern, wenn sie nicht nur Niederschlägen ausgesetzt sind, sondern auch hoher Luftfeuchte von innen widerstehen müssen. Dazu zählen die Fenster im Bad oder der Küche unterm Dach.

Tipps für den perfekten Anstrich 

Material bereithalten:

Was braucht man für einen Fensteranstrich? Den richtigen Lack (gibt es beispielsweise als Set bei VELUX), Schleifpapier in der passenden Körnung sowie geeignete Pinsel.

Die Bodenbereiche unter den Dachfenstern legt man mit Abdeckmaterial wie Plastikfolien oder Zeitungen aus, dann sind Spritzer beim Anstrich kein Problem.

Gründlich säubern:

Vor dem Nachlackieren werden die Oberflächen der Dachfenster schonend gereinigt. Am besten eignen sich dazu lauwarmes Seifenwasser und ein Mikrofasertuch. Wenn jetzt Risse oder Kerben auffallen: Diese lassen sich leicht mit Holzpaste ausbessern.

Klar lackierte Dachfenster streichen:

Als erstes werden die Oberflächen geschliffen, um dem neuen Lack eine gute Haftgrundlage zu bieten. Bei klar lackierten Dachfenstern wählt man Schleifpapier in einer Körnung zwischen 80 und 180. Grundregel: Je besser und glatter die Oberfläche erhalten ist, desto feiner kann die Körnung sein. Der Staub sollte anschließend gründlich entfernt werden.

Für den ersten Voranstrich trägt man leicht verdünnten Acryllack auf Wasserbasis mit einem Lasurpinsel auf. Nach etwa drei Stunden Trocknungszeit werden die Oberflächen noch einmal mit Schleifpapier Körnung 240 angeschliffen. Im letzten Schritt erhalten die Fenster einen Schlussanstrich mit unverdünntem Acryllack auf Wasserbasis.

Weiß lackierte Dachfenster streichen:

Bei weiß lackierten Oberflächen eignet sich fürs Anschleifen die feinste Schleifpapierkörnung, also 240. Nach dem Schleifen werden die Fenster mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt und dürfen etwa 30 Minuten trocknen. Der Acryllack-Voranstrich erfolgt mit einem Lasurpinsel; wenn zur optimalen Glättung nötig, kann man die Oberflächen zusätzlich mit einer Rolle nachbehandeln. In ca. weiteren 30 Minuten ist der Voranstrich soweit getrocknet, dass die zweite Lackschicht auf die gleiche Weise aufgebracht werden kann – und fertig ist der Wie-Neu-Look!

Schnell selbst gemacht: Der kleine Fenster-Service

Wie man Dachfenster am besten – und leichtesten – putzt und wie die Scharniere optimal gängig bleiben, erfahren Sie in diesem dach.de Servicebeitrag.

Bildquelle: VELUX Deutschland