Sturmschaden am Dach

Sturmschaden: Richtig reagiert – schneller reguliert

Selbst das beste Dach kann von der Gewalt eines Sturmes in Mitleidenschaft gezogen werden – dann heißt es schnell handeln. Und vor allem richtig, denn nur so erreicht man eine schnelle Wiederherstellung und eine optimale Schadensabwicklung bei Versicherungen. Hier unsere Erste-Hilfe-Tipps für die Stunden und Tage nach dem Eintreten eines Sturmschadens:

Wer zahlt was? Die richtigen Ansprechpartner bei Sturmschäden

  • Schäden an der Eindeckung, der Dachkonstruktion, Wänden und Böden: Die Gebäudeversicherung.
  • Schäden an Gegenständen, beispielsweise Möbeln und technischen Geräten durch Wassereintritt: Die Hausratversicherung.
  • Schäden an Dach- und Fassadenfenstern: Die Glasversicherung bzw. ebenfalls die Gebäudeversicherung.

Was muss ich als Hausbesitzer bei einem Sturmschaden tun?

1. Verhindern Sie Folgeschäden

Als Eigentümer sorgen Sie als erstes dafür, dass dem ersten Schaden nicht weitere folgen. Lassen Sie also das beschädigte Dach nicht etwa zu Beweiszwecken gegenüber der Versicherung unrepariert. Sind zum Beispiel Ziegel dem Sturm zum Opfer gefallen, kann der nächste Regen gravierende Auswirkungen haben. Kontaktieren Sie möglichst rasch einen Dachdecker-Fachbetrieb, schildern Sie die Lage möglichst genau und lassen Sie eine (notfalls provisorische) Reparatur ausführen.

2. Dokumentieren Sie alle Schäden genau

Ein gut festgehaltener Ist-Zustand nach Eintritt des Schadensereignisses ist meist schon die halbe Regulierung. Deshalb ist es sinnvoll, die Sturmfolgen umfassend und für Außenstehende nachvollziehbar zu dokumentieren – noch ehe Reparaturen in Angriff genommen werden. Fotos, Videos und Nachbarschaftsprotokolle helfen Ihnen, Ihre Ansprüche gegenüber der Versicherung plausibel darzustellen. Besser mehr Bildmaterial als weniger! Ist der Schaden umfangreicherer Art, wird Ihre Versicherung aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin einen Gutachter schicken, allerdings mit naturgemäßer Verzögerung – und ein beschädigtes Dach kann bis dahin nicht bleiben wie es ist.

3. Kontaktieren Sie Ihre Versicherung

Sobald Sie mit Ihrer Versicherung in Verbindung getreten sind, beginnt der rechtsverbindliche Teil eines Sturmschadens. Hier gilt wie immer, wenn es um Verträge und Geld geht: Schriftlich toppt mündlich. Natürlich sind eine Erstmeldung sowie Reparaturvereinbarungen per Telefon sinnvoll, die Informationen sollten aber in jedem Fall parallel auch schriftlich übermittelt werden. Ebenso empfiehlt es sich, die Zeitpunkte der Kommunikation, den Namen des Sachbearbeiters und die Gesprächsinhalte schriftlich festzuhalten – allein schon, um beim nächsten Telefonat an Besprochenes anknüpfen zu können und sich nicht „ab Warteschleife“ durch die diversen Versicherungsabteilungen arbeiten zu müssen.

Ausführliche Informationen: Know-how für Sturmschäden 

Bildquelle: Gerhard Seybert, fotolia.com

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