Sanierung mit System

Neues Dach? 8 Tipps, die weiterhelfen

Wenn eine Dachsanierung ansteht, ist guter Rat gar nicht teuer – Fehlplanungen aber schon. Damit Sie als Hausbesitzer von Anfang an strukturiert und kostenbewusst an Ihr Sanierungsprojekt herangehen können und das Ausbauergebnis perfekt wird, hier 8 Top-Tipps:

Tipp 1: Das Material macht den Zeitpunkt

Natürlich erneuert man sein Dach nicht komplett, nur weil mehr Platz gewünscht ist und ein Ausbau ansteht. Sondern vor allem, wenn die Lebensdauer der Eindeckung sich ihrem Ende entgegenneigt – dann nämlich drohen Gebäudeschäden infolge von Undichtigkeit. Je nach dem Alter des Eindeckungsmaterial rückt der Zeitpunkt für Neues näher: Ziegeldächer halten 80 bis 100 Jahre lang, Dachsteindeckungen erreichen eine Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren. Unangefochtene Spitzenreiter in Punkto Langlebigkeit sind Schiefer und Zink, die ohne weiteres 100 Jahre und mehr intakt bleiben.

Auf die Zahlen allein ist aber kein Verlass. Entscheidend für den Zustand der Eindeckung sind auch das individuelle Instandhaltungslevel und die Lage des Gebäudes. Besonders exponierte Dächer altern unter den Witterungseinflüssen schneller als solche an eher geschützten Standorten.

Tipp 2: Eine Vorab-Inspektion schafft Klarheit

Was genau am Dach notwendigerweise zu erneuern ist, wie das am besten – und kostengünstigsten – erledigt wird und welche zusätzlichen Optionen es gibt, sollten Sie VOR der festen Beauftragung eines Handwerkers von ihm klären lassen. Denn nur vor Ort lässt sich der genaue Zustand von Dachstuhl, Deckung und Haussubstanz einschätzen, was die Grundlage für eine realistische Planung und eine solide Kalkulation bildet.

Tipp 3: Nur Profis sollten aufs Dach

Für die komplexe Aufgabe einer Dachsanierung sind qualifizierte Fachbetriebe die einzig richtige Wahl. Zum einem wegen der verlässlichen Qualität und der Effizienz der Arbeitsausführung zum anderen aber auch wegen des Erfahrungsschatzes: Oft kann ein guter Handwerker interessante Ideen beitragen, die das Haus zusätzlich aufwerten.

Wenn Sie schon einmal von Allroundern gehört haben, die Dach, Dämmung und Ausbau besonders billig anbieten, ohne echten Fachbetrieben anzugehören – das ist nicht die Lösung, die Sie wählen sollten, wenn Ihnen Ihr Haus und Ihr Nervenkostüm lieb sind. Fehler am Dach kommen grundsätzlich teuer, und die Gewährleistungsbereitschaft fällt bei Halblaien erfahrungsgemäß dürftig aus. Schon eine kleine Undichtigkeit kann Folgekosten nach sich ziehen, die schnell in die Tausende gehen.

Tipp 4: Asbest vom Dach beseitigen

Wenn Sie eines der vielen Häuser besitzen, die in früheren Jahrzehnten mit einer asbesthaltigen Deckung versehen wurden: Warten Sie mit der Sanierung am besten nicht, bis das gefährliche Material aus Altersgründen ans Limit kommt und marode wird. Zwar sind Asbestzementplatten kein Grund zur Panik, solange sie intakt sind. Runter müssen sie aber früher oder später dennoch – und es lebt sich deutlich unbeschwerter mit dem Wissen, dass die gesundheitsgefährdenden Deckelemente endlich auf der Deponie statt auf dem eigenen Dach liegen. Prüfung und Sanierung von Asbestdächern sind aber eine Aufgabe ausschließlich für Fachbetriebe mit der richtigen Schutzausrüstung.

Mehr Informationen: Themenseite Asbestsanierung 

Tipp 5: Energieeffizienz optimieren und Zuschüsse nutzen

Sobald eine Dachsanierungsmaßnahme über das Niveau geringfügiger baulicher Anpassungen hinausgeht, was nahezu immer der Fall ist, muss das Dach auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Dafür gibt es in der EnEV (Energie-Einsparverordnung) eine rechtlich bindende Grundlage. Gut für Sie als Hauseigentümer: Der Staat trägt per Zuschuss oder zinsgünstigem Kredit dazu bei, dass Sie die Finanzierung leichter stemmen können. Damit Ihnen kein Cent aus dem vielfältigen Förderfüllhorn entgeht, kontaktieren Sie am besten einen zertifizierten Energieberater.

Mehr Informationen: Kostenloses E-Book Finanzierung und Förderungen

Tipp 6: Das Dach wetter- und sturmfest machen

Im Zuge einer Neueindeckung lohnt es sich, gleich an die Orkantiefs der kommenden Jahre zu denken und das Dach bestmöglich gegen Startwindereignisse zu wappnen. Sturmklammern beispielsweise sind eine vielfach bewährte Lösung, um Ziegel und Dachpfannen an Ort und Stelle zu halten. Je nach Lage des Gebäudes und Windlastzone ist eine Ausstattung mit diesen ohnehin vorgeschrieben. Bei Häusern in Regionen mit starkem Schneefall bietet sich zudem eine Ausstattung mit Schneefanggittern an.

Tipp 7: Alles passt – die Vorteile von Systemen

Wer Kosten sparen und den Aufwand reduzieren will, führt fällige oder gewünschte Sanierungsschritte nicht einzeln, sondern koordiniert aus. Denn beim neuen Dach kommt nicht nur eine frische Eindeckung auf die Lattung; meist werden auch noch die Dämmung und der Feuchteschutz erneuert. Am einfachsten geht dies vonstatten, wenn alle erforderlichen Komponenten jeweils aus einem System zusammengestellt werden und schon „ab Werk“ aufeinander abgestimmt sind.

Tipp 8: Den besten Stil finden

Ein neues Dach, genauer gesagt eine neue Deckung, gibt dem Haus auch ein neues Gesicht – das man schon vor der Erneuerung kennen sollte. Passt das Deckmaterial zum Haus selbst und auch zur Umgebung? Oder kontrastiert es womöglich zu stark mit den Nachbargebäuden? Dabei kommt es durchaus auch auf die Größe an: Zu große Dachpfannen auf einem zu kleinen Dach lassen das Haus als Ganzes beispielsweise gedrungen wirken, umgekehrt erzeugen zu kleine einen unruhigen Eindruck.

Aus der großen Vielfalt verfügbarer Materialien das richtige im richtigen Format auszuwählen, ist aber eine Aufgabe, die durchaus Spaß macht – schließlich gestaltet man sein Eigentum für die Zukunft!

Bildquelle: Rathscheck Schiefer (Hauptmotiv), VELUX Deutschland

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