Profis aufs Dach

Dachreparatur selber machen: Besser nicht!

Kann man das Dach selbst reparieren? Zum Beispiel, wenn nach einem Sturm Ziegel fehlen oder die Dachrinne sich gelockert hat? Rein theoretisch könnte man als Hausbesitzer ja schon etwas Geld sparen, wenn man selbst Hand anlegt – mag der eine oder andere denken. In der Praxis aber ist es für Normalbürger, auch wenn mit Heimwerkertalent gesegnet, eine schlechte Idee, Ausbesserungsarbeiten jedweder Art am Dach selbst auszuführen.

Hohes Risiko – buchstäblich

Werden Schäden am Dach festgestellt, sollten Eigenheimbesitzer auf keinen Fall zur Selbsthilfe greifen. Das Betreten eines Schrägdachs ist bereits an sich sehr gefährlich, sogar Profis nehmen einen Gang in luftiger Höhe nur mit entsprechender Ausrüstung in Angriff. Sie verfügen zudem über die nötige Routine. Und selbst scheinbar einfache Arbeiten wie das Reinigen von Dachrinnen bedürfen aufgrund der Arbeitshöhe großer Vorsicht.

Außerdem können unfachmännisch ausgeführte Reparaturen am Dach mitunter teure Folgen nach sich ziehen. Gelingt es zum Beispiel nicht, lose Ziegel sauber wieder anzuordnen, kann Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion dringen und die Dämmung beschädigen – was meist erst bemerkt wird, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.

Auch rechtlich betritt man bei selbst ausgeführten Dacharbeiten schnell einen „Roten Bereich“. Um beim Beispiel Ziegel zu bleiben: Lösen sich diese nach einer selbst ausgeführten Repositionierung und kommen dadurch Personen zu Schaden, haftet der Verursacher. Alles in allem: Die Ersparnis bei „Do-it-Yourself“ oben am Dach steht in keiner Relation zu den möglichen Folgen.

Gegen Cash und ohne Rechnung – das kommt teuer

Wenig professionell – und fragwürdig in der Arbeitsqualität – sind häufig auch die Dachhandwerker, die Haustürgeschäfte anbieten. Verbraucherschützer warnen regelmäßig vor unseriösen Firmen, die im Frühjahr oder unmittelbar nach einem Sturm zu überteuerten Preisen ihre Dienste anbieten.

Häufig bieten diese reisenden Handwerkerkolonnen an, Arbeiten gegen Barzahlung und ohne Rechnung auszuführen. Dies ist für den Auftraggeber definitiv von Nachteil: Ohne ordentlichen Beleg kann die Leistung auch nicht steuerlich geltend gemacht werden. Ebenso besteht keinerlei durchsetzbarer Anspruch auf Gewährleistung. Sollten die Arbeiten nicht ordentlich ausgeführt worden sein und ein Mangel auftreten, kann der Auftragnehmer nicht mehr ohne Weiteres haftbar gemacht werden.

Mehr Informationen: Bauherren-Info „Dachhaie“ 

Besser qualifizierten Fachmann beauftragen

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. weist ausdrücklich darauf hin, dass billige Handwerker in den meisten Fällen nicht die anerkannten Regeln des Dachdeckerhandwerks beachten. Der Verband empfiehlt Hausbesitzern deshalb in ihrem eigenen Interesse, nur qualifizierte Dachdecker-Innungsbetriebe mit den nötigen Arbeiten zu betrauen.

Ein Fachmann erkennt selbst versteckte, marode Stellen und bessert sie aus, bevor es zu Folgeschäden kommt. Er überprüft zudem nicht nur die Eindeckung, sondern auch alle Anschlüsse, Sicherheitsvorrichtungen wie Trittsysteme oder Schneefanggitter sowie gegebenenfalls die auf dem Dach installierte Solaranlage. Außerdem werden Regenrinnen und Abflussrohre von Laub und Schmutz befreit.

Online-Angebot einholen

Auch dach.de bietet die Möglichkeit, unkompliziert und unverbindlich ein Angebot vom Fachhandwerker einzuholen. Gemeinsam mit dem Partner MeinDach.de und dem Team dahinter bietet dach.de einen individuellen Bauherren-Service an, der sich persönlich um Ihr Dachprojekt kümmert. Von der energetischen Dämmung bis hin zur Neueindeckung Ihres Daches!

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Bildquelle: VELUX Deutschland